In einer unterfränkischen Stadt eilte die Tierrettung Untermain einer entlaufenen Wohnungskatze zur Hilfe. Sie legt den Haltern von Wohnungskatzen einen wichtigen Schritt ans Herz.
Es ist der Albtraum jedes Katzenhalters: Am Dienstag (27. Oktober 2026) entwischte eine Wohnungskatze im unterfränkischen Aschaffenburg in einem unachtsamen Moment und wanderte hinaus. Eine aufmerksame Passantin sah den grauen Kater der Rasse Britisch Kurzhaar im Stadtteil Aschaffenburg-Damm zwischen geparkten Autos herumstreunen und wählte den Notruf des ehrenamtlichen Vereins Tierrettung Untermain.
Das Einsatzteam des Vereins rückte aus und holte das verängstigte Tier, um das sich die Melderin derweil gekümmert hatte. "Die Katze war absolut verstört und panisch", erklärt Katharina Tauberschmitt, Vorstandsmitglied des Vereins, gegenüber inFranken.de. Zwei oder drei Stunden sei der Kater wohl draußen unterwegs gewesen.
Verirrte Katze in Aschaffenburg: "Kannte Umgebung nicht"
"Man hat gemerkt: Das ist nicht die Umgebung, die die Katze kennt", so Tauberschmitt. Zunächst ließ sich nicht sagen, wem die Katze gehörte – das Tier war nicht gechippt und auch ansonsten gab es keine Kennzeichnung.
Die nächste Station wäre das zuständige Tierheim gewesen. Allerdings war es bereits so spät, dass das Tierheim geschlossen war. Also nahm ein Mitglied des Vereins die Katze übergangsweise zu sich.
Doch dann intervenierte der Zufall: Ein Teammitglied der Tierrettung entdeckte Stunden später online einen Suchaufruf. Die Halterin suchte über diesen Weg nach ihrem verschwundenen Liebling. Auch diese süßen Welpen beim Tierheim Nürnberg hatten Glück: So viele Menschen wollen sich um die zwei kümmern, dass das Tierheim einen Anfragestopp verkünden musste.
Tierrettung Untermain fand Besitzerin über Suchaufruf im Internet
Sofort rief die Tierrettung bei der Frau an. "Die Besitzerin war wahnsinnig erleichtert", sagt Tauberschmitt. Die Halterin hatte sich schon große Sorgen gemacht. "Sie war froh, die Katze wieder bei sich zu haben und nicht die Nacht über die ganze Ungewissheit zu haben."
Ein "Happy End" nennt es Tauberschmitt. "Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Die Katze hätte sonst vielleicht ein paar Tage im Tierheim gesessen. Wenn die Melderin nicht so aufmerksam gewesen wäre, wäre die Katze noch stundenlang herumgeirrt." Allgemein sei es für Wohnungskatzen unnötiger Stress, wenn sie entkommen. "Die Tiere sind dann richtig schockiert. Der Lärm, der Geruch – das kennen sie nicht. Es ist auch ein hohes Risiko, dass das Tier dann vors Auto rennt."