Am späten Sonntagabend ist an einem Mehrfamilienhaus im Ortsgebiet Schöllkrippen ein Feuer ausgebrochen. Die örtlichen Feuerwehren konnten den Brand glücklicherweise schnell löschen und Schlimmeres verhindern. Noch am Brandort konnte ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen werden. Dieser wurde am Montagnachmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Amtsgericht vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Wie die Polizei berichtete, ist es seit Ende Mai zu mehreren Bränden im Bereich Schneppenbach gekommen, bei denen in der Folge die weiteren Ermittlungen zur Brandursache durch die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernommen worden sind.

Jugendlicher festgenommen - an wie vielen Bränden ist er schuld? 

Am Sonntagabend, gegen 21:00 Uhr, ging bei der integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst die Mitteilung über einen Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Hauptstraße ein. Die örtlichen Feuerwehren begaben sich umgehend vor Ort und konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Die Bewohner des Hauses konnten sich glücklicherweise selbstständig aus dem Haus begeben und blieben allesamt unverletzt. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Nachdem sich bereits vor Ort Hinweise darauf ergeben hatten, dass der Brand möglicherweise vorsätzlich gelegt worden war, nahm eine Streife noch am Abend einen dringend Tatverdächtigen vorläufig fest. Der Jugendliche, der selbst Mitglied bei einer Jugendfeuerwehr ist, wurde zunächst zur Dienststelle gebracht. Nach einer Nacht in der Haftzelle der Polizei wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft am Montag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Dieser ordnete aufgrund des dringenden Tatverdachts der Brandstiftung und der schweren Brandstiftung die Untersuchungshaft an. Der Jugendliche sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Die weiteren Ermittlungen werden bei der Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt. Die Brandermittler gilt es jetzt in den nächsten Wochen insbesondere zu klären, für wie viele Brandfälle der Jugendliche möglicherweise noch verantwortlich ist.

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