Ansbach (ots) -
Wie unter anderem mit den Meldungen 1229 (2024) und 11 (2025) berichtet, überfielen zunächst Unbekannte am 04.12.2024 einen Drogeriemarkt und am 04.01.2025 ein Bekleidungsgeschäft in Ansbach. Nach umfangreichen und intensiven Ermittlungen gelang der Kriminalpolizei Ansbach nun die Identifizierung und Festnahme von sieben Tatverdächtigen. Die Kriminalpolizei Ansbach informierte am Freitag (17.01.2025) gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Ansbach im Rahmen einer Pressekonferenz über die Ereignisse.
Am 04.12.2024 (Mittwochabend, gegen 20:00 Uhr) betraten zwei maskierte Unbekannte um kurz vor 20:00 Uhr den Verkaufsraum einer Drogerie in der Welserstraße, griffen eine Mitarbeiterin an und forderten unter Vorhalt einer Schusswaffe die Herausgabe von Bargeld. Nachdem eine weitere Angestellte den Tätern das Geld übergeben hatte, flüchteten diese in unbekannte Richtung. Eine Frau erlitt leichte Verletzungen und wurde in einem Krankenhaus medizinisch versorgt.
Die Polizeiinspektion Ansbach führte im Umfeld des Tatorts großangelegte Fahndungsmaßnahmen durch. Neben zahlreichen Streifen benachbarter Dienststellen waren an der Fahndung unter anderem mehrere Diensthundeführer sowie ein Hubschrauber der Bayerischen Bereitschaftspolizei beteiligt. Die Maßnahmen dauerten bis in die Nachtstunden an, führten jedoch nicht zur Festnahme der Täter.
Am 04.01.2025 (Samstagabend, 18:50 Uhr) überfielen mehrere maskierte Personen ein Bekleidungsgeschäft am Martin-Luther-Platz. Die unbekannten Täter forderten von den Angestellten die Herausgabe von Bargeld. Währenddessen gab einer der Männer einen Schuss aus einer Waffe ab. Hierbei handelte es sich mutmaßlich um einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe (PTB). Des Weiteren sollten einige der Täter Eisenstangen mitgeführt haben. Ohne Geld erbeutet zu haben, rannten die Täter aus dem Laden und ergriffen die Flucht.
Trotz umgehend eingeleiteter, umfangreicher Fahndungsmaßnahmen, in die neben zahlreichen Streifen der Polizeiinspektion Ansbach und benachbarter Dienststellen ein Polizeihubschrauber eingebunden war, führten nicht zur Ergreifung der Täter.
Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken traf an den Tatorten die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen und führte unter anderem Spurensicherungsmaßnahmen durch. Unter der Leitung des für Eigentumskriminalität zuständigen Fachkommissariats der Ansbacher Kriminalpolizei wurde eine Ermittlungskommission gegründet. Hierbei ergaben sich Anhaltspunkte, die darauf schließen ließen, dass ein Zusammenhang zwischen den Taten bestehen könnte.
In den folgenden Tagen werteten die Beamten neben einer Vielzahl weiterer kriminalpolizeilicher Maßnahmen Spuren aus, führten Vernehmungen durch und arbeiteten die zahlreichen eingegangenen Zeugenhinweise aus der Bevölkerung ab. Zudem fand am Sonntag (05.01.2025) erneut eine großräumige Absuche des Tatortumfeldes auch mit Polizeihunden statt.