Nach den Bombenentschärfungen im März und Juli dieses Jahres steht den Ansbachern, die in Bahnhofsnähe wohnen, möglicherweise die nächste Evakuierung bevor.  Während einer Vorsondierung zum Bau von Signalanlagen im Osten des Bahnhofsgeländes wurde in etwa vier Metern Tiefe ein ferromagnetischer Gegenstand festgestellt - hierbei könnte es sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln. 

Die Verantwortlichen der Kampfmittelräumung planen in Absprache mit der Deutschen Bahn, den verdächtigen Gegenstand in der Nacht vom 4. auf den 5. September 2021 freizulegen. Sollte sich der Fund tatsächlich als Bomben-Blindgänger erweisen, sind umgehend Maßnahmen zur Entschärfung vorgesehen - so auch das Räumen eines Sicherheitsbereichs um den Fundort.

Verdächtiger Gegenstand am Bahnhof Ansbach könnte Fliegerbombe sein 

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch nicht möglich, genauere Aussagen zu treffen. Erst wenn der Gegenstand eindeutig identifiziert ist, können weitere Schritte eingeleitet werden. Die Einsatzkräfte bereiten sich auf alle Eventualitäten vor. Deshalb erfolgt auch schon jetzt die Information an die Bevölkerung“, sagte Udo Kleinlein, Ansbachs Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz. Weitere Einzelheiten sollen in der kommenden Woche mitgeteilt werden. Für den Fall einer Räumung werde man auf jeden Fall ausreichend Kapazitäten zur Unterbringung der Anwohner schaffen.

Grund zur Besorgnis für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Experten aktuell nicht. Vorsichtsmaßnahmen seien erst dann notwendig, wenn das Objekt freigelegt wird. Dann wird auch der Schienenverkehr betroffen sein: Er wird während der Baggerarbeiten und während einer möglichen Entschärfung voll eingestellt werden. Die Deutsche Bahn wird einen Schienenersatzverkehr an der Hofwiese einrichten.

Die Stadt Ansbach installiert für den Fall eines Bombenfundes am 5. September ein Bürgertelefon. Bis dahin steht die Verwaltung für Fragen unter Telefon 0981/51-304 zu den folgenden Zeiten zur Verfügung: Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, an Freitagen von 9 bis 12 Uhr.