• Ausflugstipps für das Kulmbacher Umland
    • Mainzusammenfluss und Mainaue
    • Radtouren im Kulmbacher Land
    • Burg Zwernitz und der Felsengarten Sanspareil

Die Plassenburg gilt als Attraktion Nummer eins in Kulmbach. In Kulmbachs gemütlicher Altstadt kannst du Sehenswürdigkeiten und Museen besuchen. Doch auch im Umland gibt es viel zu entdecken. Hier bekommst du einige Ausflugs-Tipps in der Region.

Mainwiege und Mainaue

Die Quelle des Weißen Mains liegt im Fichtelgebirge, die des Roten Mains in der Fränkischen Alb. Das "weiß" und "rot'" im Namen, erzählt von der Farbe des Gesteins am jeweiligen Ursprungsort der beiden Flüsse. Am westlichen Rand von Kulmbach im Stadtteil Melkendorf, nahe dem Schloss Steinenhausen, vereinen sich die beiden Wasserläufe (Mainwiege). Hier kannst du den Beginn des Hauptflusses Frankens, des Mains, miterleben. Am Zusammenfluss des Roten und Weißen Mains findest du eine neu erbaute Mainbrücke und Informationstafeln zur Region. Tische und Bänke laden zum Verweilen ein und machen den Ort zu einem guten Picknickplatz. Vom Stadtzentrum Kulmbach radelst du über einen gut ausgeschilderten Radweg in etwa 20 Minuten bis dorthin.

Fahre von hier aus noch etwa 1, 5 Kilometer weiter ins Kulmbacher Naherholungsgebiet Mainaue. Der dortige Badesee ("Kieswäsch") mit Umkleiden, Duschen, Beachvolleyballplatz, Kinderspielplatz und Kiosk lädt zum Verweilen ein. Von hier hast du auch einen schönen Blick auf die Plassenburg. Es gibt einen Parkplatz, der See ist aber auch mit dem Fahrrad gut erreichbar. 

  • Adresse: 95326 Kulmbach, Aufeld.
  • Die Mainaue hat immer geöffnet und kostet nichts.

Der Mainzusammenfluss gilt übrigens als eines der Highlights des insgesamt etwa 600 Kilometer lange 5-Sterne-Radwegs MainRadweg. Die beiden Strecken von der Rot- und der Weißmain-Quelle treffen sich hier und führen dann weiter in Richtung Mainleus/Willmersreuth. Auch einige Wanderwege, so beispielsweise der Frankenweg, führen an der Mainwiege vorbei.

Radtour zur Steinachklamm und dem Bergbaumuseum Kupferberg

Rund um Kulmbach kannst du in abwechslungsreicher Umgebung radeln und dabei viel entdecken. Die Broschüre "Radelbares Kulmbach" schlägt vier Rundtouren ins Kulmbacher Umland vor. Eine der verschiedenen Sehenswürdigkeiten, die du unterwegs besuchen kannst, ist das Bergbaumuseum im etwa 12 Kilometer entfernten Kupferberg.

Starte deine Radfahrt ab Kulmbach stadtauswärts auf dem Mainradweg in Richtung Weißmainquelle. Du kannst dem Radweg bis Wirsberg folgen und hier nach Kupferberg abbiegen (Markierung KU 1, KU 20). Eine etwas anspruchsvollere Radtour führt dich an der Steinachklamm vorbei. Ihre beeindruckenden Felswände sind eine der schönsten Natursehenswürdigkeiten des Frankenwalds. Der Donnergott Thor soll die Klamm, einer Sage nach, mit seinem Hammer geschlagen haben. Fahre für diese Route zunächst auch über den Mainradweg und nimm ab Untersteinach den "Steinach-Rodach-Radweg" bis nach Stadtsteinach. Dann kannst du der Markierung KU 3 folgen, der Weg, der durch die Steinachklamm führt. Weiter geht es danach bergauf Richtung Triebenreuth und Guttenberg. Schließlich kommst du ins Bergbau-Städtchen Kupferberg.

Das 2015 neu eröffnete Besuchsbergwerk mit Bergbau-Museum zeigt dir die Geschichte und Bedingungen des früheren Erzabbaus in Kupferberg. 

  • Adresse: 95362 Kupferberg, Wirsberger Weg 34.
  • Die Öffnungszeiten sind an Sonn- und Feiertagen 10 bis 17 Uhr, Führungen um 11, 13 und 15 Uhr.
  • Im Winter ist das Bergwerk geschlossen.

Hier bekommst du weitere Vorschläge für Radrundtouren im Kulmbacher Umland.

Burg Zwernitz

Etwa 20 Kilometer entfernt, aber noch im Landkreis Kulmbach, thront die mittelalterliche Burg Zwernitz. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und liegt auf rund 500 Metern über dem Ort Sanspareil. Etwa ab 1300 wurde sie Sitz der Burggrafen von Nürnberg und später der Kulmbacher und Bayreuther Markgrafen. Sie war auch Ort eines Halsgerichts. Vom Bergfried aus wurden einst Rauchsignale über ein System von Beobachtungstürmen bis zur Plassenburg in Kulmbach weitergegeben.

Heute hast du vom Bergfried einen weiten Ausblick über den Naturpark Fränkische Schweiz. Die noch gut erhaltene Burg kannst du besichtigen. Im Museum sind Rüstungen und Waffen, historische Gemälde, Möbel, Informationen zur Burggeschichte und zur Jagd zu sehen. Für Kinder gibt es Mitmachstationen zu "Jagd" und "Rittertum".

Direkt hinter dem morgenländischen Bau, heute ein Museum mit Salon, Kabinetten und Jagdzimmern, beginnt der Felsenhain. Ungewöhnlich geformte Felsen begeisterten die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth-Brandenburg. Die Schwester von Friedrich dem Großen beauftragte hier 1744 den Bau eines Landschaftsgartens

  • Adresse: 96197 Wonsees , Sanspareil 29.
  • Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, April bis September 9 bis 18 Uhr, 1. bis 15. Oktober 10 bis 16 Uhr.
  • Die Gesamtkarte Sanspareil (Morgenländischer Bau und Burg Zwernitz) kostet 3,50 Euro bzw. 3,- Euro ermäßigt.

Der Felsengarten Sanspareil

Bei Hof war zur Zeit Wilhemines der französische Bildungsroman "Die seltsamen Begebenheiten des Telemach" sehr beliebt: Telemach, der Sohn von Odysseus, erlebt auf seiner Suche nach dem Vater allerlei Abenteuer. Schließlich kommt er auf die Insel Ogygia. Dort verliebt sich die Nymphe Kalypso in ihn. Die Markgräfin gestaltete ihren Landschaftsgarten nach dieser Geschichte und verwandelte den Felsenhain in die Insel des Telemach. Hier begegnest du heute noch Namen wie "Kalypsogrotte" oder "Sirenengrotte" und Skulpturen aus der griechischen Mythologie.

Als eine Hofdame den Felsengarten zum ersten Mal sah, soll sie gerufen haben: "Ah, c'est sans pareil!" - was so viel heißt wie: "Das ist ohnegleichen!" Markgraf Friedrich ließ daraufhin den Ort Zwernitz in Sanspareil umbenennen. Die natürlich gewachsenen Felsen im Buchenhain wurden mit Hütten, einem Schlösschen, einem Belvedere, einem Ruinen-Theater und anderen Szenerien ausgeschmückt. Einige der damaligen Bauten sind längst verfallen, andere stehen heute noch.

So ist das Ruinen- und Grotten-Theater seit 1744 fast unbeschädigt geblieben. Die Zuschauenden (86 Plätze) sitzen in diesem kleinen Rokoko-Theater unter einem natürlich entstandenen Felsbogen, der Rest ist gemauert. Die Studiobühne Bayreuth führt hier jedes Jahr im Juli und August Theaterstücke auf. Den Felsengarten Sanspareil kannst du ganzjährig und kostenlos besuchen. Schautafeln informieren dich über die griechische Mythologie und die Bedeutung der einzelnen Elemente.

Fazit

Genieße im Landkreis Kulmbach radelnd, wandernd oder am See kleine Auszeiten. Bekannte Fernrad- und Fernwanderwege, wie der Mainradweg oder der Frankenweg führen hier vorbei. Naturdenkmäler, wie die Mainwiege oder die Steinachklamm, aber auch historische Burgen, lokale Museen und malerische Ortschaften erwarten dich. Literarisch wird es im Felsengarten Sanspareil, wenn du durch griechische Mythologie spazierst. Bist du historisch interessiert, begib dich auf die Spuren der fränkischen Hohenzollern, beispielsweise auf der Plassenburg oder der Burg Zwernitz.

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