Der Geburtenrückgang macht sich an den Schulen früher bemerkbar als noch vor einem Jahr prognostiziert. Die Schülerzahl sinkt nach Daten der Bildungsministerien bereits ab 2029.
Deutschland wird im Jahr 2040 nach Berechnungen der Bundesländer fast 700.000 Schülerinnen und Schüler weniger haben als aktuell. Die Bildungsministerkonferenz veröffentlichte dazu in Berlin ihre Prognose. Es wird demnach mit einem weiteren Anstieg bis Ende des Jahrzehnts, aber dann mit einem Rückgang gerechnet.
Bis 2029 wird den Berechnungen zufolge die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen von rund 11,27 Millionen im Jahr 2025 um etwa 270.000 auf 11,54 Millionen steigen. Danach gehen die Zahlen zurück. Im Jahr 2040 wird Deutschland der Modellrechnung zufolge rund 10,58 Millionen Schülerinnen und Schüler haben, etwa 694.000 weniger als 2025.
Zum Größenvergleich: Zuletzt hatte Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 830.000 Schulanfänger pro Jahr.
Der Höchststand der Schülerzahl wird den Angaben zufolge 2029 erreicht – drei Jahre früher als in vorherigen Prognosen berechnet. Grund seien insbesondere die seit 2021 deutlich sinkenden Geburtenzahlen.
Verwiesen wird allerdings auf regionale Unterschiede. An manchen Schulen gebe es bereits Rückgänge, anderswo stiegen die Zahlen noch über Jahre an, sagte die aktuelle Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). In den ostdeutschen Flächenländern wird bis 2040 ein besonders starker Rückgang der Schülerzahlen um rund 21 Prozent erwartet.