Hunderte Nestlé-Mitarbeiter in Deutschland müssen um ihren Job bangen. An drei Standorten will der Konzern den Rotstift ansetzen.
Drei Standorte in Deutschland sind betroffen: Der Schweizer Lebensmittel-Gigant Nestlé will in der Bundesrepublik bis Ende 2027 insgesamt 259 Stellen abbauen. Darüber berichtete die Lebensmittelzeitung (LZ) am Donnerstag (23. April 2026). Zuvor hatte bereits ein großer deutscher Schoko-Hersteller die Streichung zahlreicher Jobs angekündigt.
Dem Bericht der LZ zufolge sind von den Plänen vor allem Büro-Jobs an den Standorten Frankfurt am Main, Düsseldorf und Euskirchen im Rheinland. Betriebsbedingte Kündigungen sollen jedoch, wo es möglich ist, vermieden werden, wie der Konzern gegenüber dem Branchenblatt beteuerte. Es sollen vielmehr auf Altersteilzeit und natürliche Fluktuation gesetzt werden.
Nestlé baut Stellen in Deutschland ab - bereits Tochterunternehmen abgestoßen
Die Stellenstreichungen sind Teil eines weltweiten Jobabbaus bei Nestlé. Insgesamt sollen 12.000 Stellen in der Verwaltung des Konzerns gestrichen werden, 4000 wiederum in der Produktion. Man wolle "die Organisation angesichts eines zunehmend schnellen und kompetitiven Marktumfelds mit mehr Fokus und schlankeren Strukturen zukunftsfähig aufstellen und gleichzeitig mehr Investitionen in die Marken ermöglichen", zitiert die LZ das Unternehmen mit Sitz Vevey.
Laut Informationen des Mediums stagnierten die Geschäftszahlen des Nestlé-Deutschlandsgeschäfts zuletzt. Der Umsatz verharrte demnach auf knapp über drei Milliarden Euro. Ein ähnliches Ergebnis gab es bereits 2024. Darin enthalten sind der LZ zufolge auch Verkäufe an Nestlé-Auslandsgesellschaften. Insgesamt möchte Nestlé bis 2027 rund drei Milliarden Schweizer Franken einsparen - wobei das Sparziel zuletzt massiv erhöht wurde.
In Deutschland ist der Konzern bereits im vergangenen Jahr deutlich geschrumpft, so verzeichnete er laut der LZ knapp 260 Mitarbeiter weniger als im Jahr zuvor. Zuletzt hatte Nestlé hierzulande mehrere Tochterfirmen und Werke abgestoßen. Unter anderem kam es bei Ankerkraut zu einem Rückkauf durch die ursprünglichen Firmengründer.