McFit wandte bei Mitgliedern illegalen Trick an - Urteil zu Preiserhöhung

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McFit wandte bei Mitgliedern illegalen Trick an - Urteil zu Preiserhöhung
2022 erhöhte McFit die Preise auch für laufende Verträge. Das sorgte damals für heftige Kritik.
McFit wandte bei Mitgliedern illegalen Trick an - Urteil zu Preiserhöhung
Christoph Reichwein/dpa/Archivbild

Verbraucherschützer hatten gegen die Fitnesskette McFit geklagt, nachdem diese 2022 ihre Preise für laufende Verträge erhöht hatte. In einem Urteil stellte das Landgericht Bamberg nun klar, dass das Unternehmen einen unerlaubten Trick für die Zustimmung der Mitglieder benutzte.

Das Landgericht Bamberg hat eine Zustimmungsregelung der Fitnessstudio-Kette McFit als unzulässig bewertet. McFit hatte im April 2022 die Preise für Neu- und Bestandskunden von 19,90 Euro auf 24,90 Euro erhöht und gleichzeitig eine neue "Drehkreuz-Regel" eingeführt. 

Das Gericht wertete dies nun in einem Urteil als "aggressive" Geschäftspraxis und unzulässige Beeinflussung der Verbraucher, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mitteilt, der gegen McFit geklagt hatte. McFit informierte 2022 unter anderem per Aufsteller im Eingangsbereich der Studios zur neuen Zustimmungsregel. 

Das Landgericht Bamberg sei der Auffassung, dass hiermit "die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher:innen unzulässig beeinflusst wurde", so der Verband. Erst im Studio selbst sei zudem vielen Mitgliedern die Preiserhöhung bewusst geworden, sie hätten sich zum Teil "überrumpelt" gefühlt. Wie der illegale "Drehkreuz-Trick" genau funktionierte, lest ihr hier bei inFranken.de