Waldbrandgefahr auf Rekordniveau: Forstministerium veröffentlicht Verhaltensweisen

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Die Waldbrandgefahr in Bayern ist derzeit besonders hoch. Experten warnen vor leicht entflammbaren Wäldern und strengen Verboten zum Schutz der Natur.

Die Waldbrandgefahr hat in weiten Teilen Bayerns die Stufe 4 erreicht, was den zweithöchsten Wert darstellt. Besonders im Nordwesten und in der Mitte des Freistaats besteht laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) eine erhebliche Gefahr.

Die Stadt Lohr am Main in Unterfranken hat aufgrund der akuten Brandgefahr offenes Feuer vollständig untersagt. Dieses Verbot gilt ebenfalls für Feuer auf privaten Grundstücken, mit der Ausnahme von Grills. Laut Angaben der Kommune sind sogar Grablichter auf Wiesen sowie in der Nähe von Bäumen und Hecken nicht gestattet.

Verhaltensregeln zur Vermeidung von Waldbränden

In die Bewertung der Waldbrandgefahr fließen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein. Der Waldbrandgefahrenindex des DWD reicht von Stufe 1 - sehr geringe Gefahr - bis Stufe 5 - sehr hohe Gefahr. In einigen Regionen Bayerns wird zur Wochenmitte sogar diese höchste Gefahrenstufe prognostiziert.

Auch am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen steigt daher die Anspannung. An diesem Berg war Anfang Mai ein Brand ausgebrochen, der nur mit größter Mühe gelöscht werden konnte.

In dem steilen und unwegsamen Gelände kamen unter anderem Löschhubschrauber zum Einsatz, und der Katastrophenfall wurde ausgerufen. Ein Problem waren und sind verborgene Glutnester, die sich im Inneren dicker Bäume, in Wurzelstöcken oder unter der Erde befinden.

Forstministerium veröffentlicht Verhaltensweisen: Waldbrände vermeiden

Damit keine Brände entstehen, hat das Forstministerium Verhaltenshinweise veröffentlicht. Demnach ist es zwischen März und Oktober im Wald verboten zu rauchen.

Beim Autofahren dürfen keine Zigarettenkippen aus dem Fenster geworfen werden. Im Wald und in der Nähe von Wäldern sind offene Feuer nicht erlaubt. Zudem sollten Autos nicht auf trockenem Gras parken, da ein erhitzter Katalysator dort ein Feuer entfachen könnte.

Grundsätzlich sollte man so parken, dass Einsatzfahrzeuge nicht behindert werden, heißt es vom Ministerium. Wer Rauch oder Flammen entdeckt, soll umgehend die 112 anrufen.

Vorschaubild: © Ylvers/Pixabay; Symbolbild