Amokfahrt mit Toten und Verletzten: Polizei gibt neue Infos zu Opfern bekannt

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Nach mutmaßlicher Amokfahrt in Leipzig: Neue Details bekannt
Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern und drei Schwerverletzten ist der Tatort in der Nähe des Marktplatzes abgesperrt.
Nach mutmaßlicher Amokfahrt in Leipzig: Neue Details bekannt
Hendrik Schmidt (dpa)
Polizei
Laut Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte. (Symbolfoto)
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Marijan Murat/dpa
Rettungskräfte stehen neben einem beschädigten Auto. In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gefahren. Nach Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte.
Auto fährt in Menschengruppe in Leipzig
Foto: Sebastian Willnow/dpa
Auto in Leipzig in Menschengruppe gefahren
Zwei Menschen sind nach Angaben eines Sprechers der Stadt Leipzig gestorben.
Auto in Leipzig in Menschengruppe gefahren
Jan Woitas/dpa

In der Leipziger Innenstadt ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren - zwei Menschen sind tot. Jetzt gibt es neue Details.

In der Leipziger Innenstadt ist ein Auto am Montagabend (4. Mai 2026) in eine Menschenmenge gefahren. Zwei Menschen starben, der Fahrer wurde festgenommen.

Update vom 05.05.2026, 6 Uhr: 33-Jähriger fährt zwei Menschen tot - Polizei zu möglichem Motiv

Nach der vermuteten Amokfahrt in Leipzig, die zwei Menschen das Leben kostete und drei weitere schwer verletzte, soll der Fahrer des Fahrzeugs heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 33-jährige deutsche Staatsbürger wurde am Montagabend direkt nach der Tat festgenommen. Unklar bleibt, wie es um die Schwerverletzten steht.

Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) äußerte ebenfalls am Montagabend, dass es sich bei dem festgenommenen Fahrer aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Einzeltäter, einen Amoktäter, handle. Nach Informationen der dpa war der Mann bereits vor der Tat polizeibekannt, jedoch nicht einschlägig. Zuvor hatte die Leipziger Volkszeitung darüber berichtet.

Bei dem Vorfall wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet, drei Personen erlitten schwere Verletzungen. Die beiden Todesopfer seien ebenfalls Deutsche, wie die Polizei mitteilte. Zudem gab es zahlreiche weitere Verletzte, wie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte. Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen betroffen. Wie viele davon körperlich verletzt wurden, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.

"Erschüttert mich zutiefst": Ministerpräsident äußert sich zu Amokfahrt 

Der Mann war am frühen Abend mit einem weißen Auto vom Augustusplatz kommend über den Marktplatz gefahren und hatte dabei mehrere Menschen angefahren. Der Täter sei von der Polizei noch im Auto "dingfest gemacht" worden, hieß es seitens der Polizei. Der Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen, er sei in Deutschland geboren und in der Region Leipzig wohnhaft.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) teilte nach dem tödlichen Verbrechen mit: "Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien." Den Verletzten wünsche er Kraft und schnelle Genesung. In der Leipziger Nikolaikirche und Thomaskirche können Menschen heute der Opfer gedenken. Um 17.00 Uhr sei eine ökumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant, teilte der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mit. Zudem gebe es in beiden Kirchen Raum zum Trauern, für Gespräche, Seelsorge und um Kerzen anzuzünden. Sie seien den ganzen Tag geöffnet.

Die Grimmaische Straße führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone bis zur Thomaskirche. In der Nähe befindet sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution. Die Grimmaische Straße und der Marktplatz bleiben noch bis zum späten Dienstagnachmittag gesperrt, da die Polizei dort Spuren sichert und weiter ermittelt, wie ein Sprecher mitteilte.

Update vom Montag, 4. Mai 2026, 19.50 Uhr: "Ist ein Amoktäter" - 33-jähriger Deutscher in Menschengruppe gefahren

Bei dem mutmaßlichen Täter der tödlichen Fahrt in Leipzig handelt es sich um einen 33-jährigen Deutschen. "Es ist ein Amoktäter", sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster in Leipzig.

Er befinde sich in Leipzig in Polizeigewahrsam, sagte Polizeipräsident René Demmler. Der mutmaßliche Amokfahrer sei vom Augustusplatz über die Grimmaische Straße über den Markt gefahren. Es habe zwei schwere Kollisionen gegeben. Nach den Angaben starben zwei Menschen, es gab eine Vielzahl von Verletzen.

Update vom Montag, 4. Mai 2026, 18.15 Uhr: Zwei Menschen tot - Fahrer festgenommen

Nachdem ein Auto in der Leipziger Innenstadt in mehrere Personen gefahren ist, wurde der Fahrer in Gewahrsam genommen. Das teilte die Polizei auf X mit, wie die Deutsche Presse-Agentur am Abend berichtet. Von dem Fahrer gehe momentan keine Gefahr mehr aus.

Laut einem Stadtsprecher sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden zwei Personen schwer verletzt. Nach Angaben der Stadt gibt es etwa 20 weitere Betroffene. Zum genauen Grad der Verletzungen war zunächst nichts bekannt. Wie die Polizei mitteilte, haben die Rettungskräfte einen sogenannten "Massenanfall von Verletzten" ausgerufen.

Erstmeldung vom Montag, 4. Mai 2026: Auto fährt in Menschenmenge – das ist bekannt

In der Leipziger Innenstadt ist ein Fahrzeug in eine Gruppe von Personen gefahren. Laut den Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte, jedoch keine Todesopfer. Ein Polizeisprecher erwähnte eine "dynamische Lage". Genauere Informationen zum Ablauf und den Hintergründen waren zunächst nicht verfügbar. Auf X war ein Video zu sehen, das zahlreiche Einsatzkräfte zeigt: Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei.

Die Grimmaische Straße erstreckt sich vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Umgebung befinden sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein bedeutender Ort der Friedlichen Revolution.