Für seine verwirrenden Aussagen zur Isolations- und Quarantänepflicht steht Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zurzeit scharf in der Kritik. Ein Grund dafür ist auch, dass sich der SPD-Politiker oftmals bereits auf Twitter und in TV-Talkshows zu Wort meldet, bevor neue Gesetze fix beschlossen wurden. Nun verriet er in einem Interview, dass er wegen seines polarisierenden Politikstils von einem Restaurant abgewiesen wurde.

In einem kürzlich veröffentlichten Video erzählte der 59-Jährige von dem äußert peinlichen Erlebnis: "Jetzt vor kurzem bin ich sogar von einem Restaurant abgewiesen worden (…) weil man mich nicht als Gast haben wollte", berichtet Lauterbach in einem Clip des Politik-Formats "Du hast die Wahl" der Funke-Mediengruppe.

Restaurant weist Lauterbach ab: Hashtag geht viral

Lauterbach antwortete dabei auf die Frage, ob er beim Essengehen nach seinem Impfzertifikat gefragt werde. Grund für das Zutrittsverbot sei aber kein fehlender Nachweis gewesen, sondern Lauterbachs kontroverse Corona-Politik.

Das Video wurde sowohl auf Twitter als auch auf YouTube und TikTok veröffentlicht. Die Folge: Schon kurz darauf ging der Hashtag #LoKarlVerbot viral. Welches Restaurant ihm den Zutritt verwehrt hatte, sagte Lauterbach allerdings nicht. Einige seiner Kritiker loben die Betreiber des Restaurants allerdings in den Kommentaren dafür und erklären es direkt zu ihrem neuen "Stammlokal".

Deutlich schwerwiegender dürfte allerdings die Kritik und Häme für Lauterbach sein, die er derzeit wegen seiner Entscheidung zur Isolationspflicht einstecken muss: Der Bundesgesundheitsminister hatte erst kürzlich verkündet, dass Infizierte sowie deren Kontaktpersonen ab dem 1. Mai nicht mehr in Isolation und Quarantäne müssen.

Kurze Zeit später ruderte er aber auf Twitter zurück und räumte ein, dass die Entscheidung ein Fehler gewesen sei. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bezeichnete Lauterbachs Verhalten daraufhin als verwirrenden "Zick-Zack-Kurs".

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