Auto fährt mehrere Menschen in Fußgängerzone an - Minister äußert sich

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Auto rast durch Fußgängerzone in Hofgeismar
Einsatzkräfte stehen in im nordhessischen Hofgeismar. In der Fußgängerzone ist ein Auto gegen die Hauswand eines Kaufhauses gefahren ...
Auto rast durch Fußgängerzone in Hofgeismar
---/HessenNewsTV/dpa
Auto rast durch Fußgängerzone in Hofgeismar
Fahrzeuge von Einsatzkräften stehen in im nordhessischen Hofgeismar. In der Fußgängerzone ist ein Auto gegen die Hauswand eines Kaufhauses gefahren ...
Auto rast durch Fußgängerzone
Fotoreport-DB/HessenNewsTV/dpa
Hofgeismar: Auto rast durch Fußgängerzone - Fahrer mit medizinischen Problemen
Hofgeismar: Ein Abschleppfahrzeug steht hinter dem beschädigten Auto.
Hofgeismar: Auto rast durch Fußgängerzone - Fahrer mit medizinischen Problemen
Florian Wiegand/dpa

Ein Autofahrer ist in hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone von Hofgeismar gerast und hat Menschen verletzt. Jetzt hat sich Hessens Innenminister geäußert.

Ein Mann ist in einem Auto durch eine Fußgängerzone im nordhessischen Hofgeismar gefahren. Acht Menschen wurden verletzt. Das bestätigte die Polizei. "Laut Zeugen soll der Mann bereits medizinische Probleme gehabt haben, unmittelbar bevor das Fahrzeug in die Fußgängerzone fuhr." Auch die Polizei gibt an, dass alles darauf hindeutet. Hinweise auf eine andere Ursache liegen nicht vor. 

Vier der Verletzten wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Sie hätten Schürfwunden, Prellungen oder einen Schock davongetragen. Schwere Verletzungen sollen nach bisherigen Informationen bei keinem der verletzten Passanten vorliegen.

Update vom 21.08.2026, 19.40 Uhr: Hessens Innenminister dankt allen Helfern

Wie zuvor die Polizei machte auch Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) am Nachmittag deutlich, dass er keine vorsätzliche Tat sehe. "Nach allen mir vorliegenden Informationen ist in Hofgeismar von einem tragischen Unfallgeschehen infolge eines medizinischen Notfalls auszugehen", erklärte er laut Mitteilung.

Seine Gedanken seien bei den Verletzten "und denjenigen, die durch den Vorfall in Angst und Schrecken versetzt wurden. Ich wünsche ihnen, dass sie schnell und vollständig genesen", erklärte Poseck. Zugleich bedankte er sich "bei allen, die in Hofgeismar im Einsatz sind und waren, um den Verletzten zu helfen und Unterstützung zu leisten".

Ursprungsmeldung vom 21.08.2026, 13.16 Uhr: Auto rast durch Fußgängerzone in Hessen - was passiert ist

Das Fahrzeug prallte den Angaben zufolge nach der Fahrt am Freitagvormittag (21. August 2026) um etwa 10.30 Uhr gegen die Fassade eines Kaufhauses. Polizei und Rettungsdienst sind mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Der Fahrer des Autos wurde von einem Notarzt behandelt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben von Beamten befindet er sich in einem kritischen Zustand.

Passanten hätten bei dem Fahrer in seinem Auto sofort Erste Hilfe geleistet. Es handelt sich laut Polizei um einen 68 Jahre alten Mann aus Hofgeismar (Landkreis Kassel). In der Fußgängerzone entstand ein hoher Sachschaden.

Fotos der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) zeigen Tischplatten, Sitzpolster und Regale, die auf der Straße verstreut liegen. Dazwischen befinden sich kleine Eimer mit Straßenmalkreiden für Kinder. In einem Video sind ein Feuerwehrauto, rot-weiße Absperrbänder und Warnhütchen zu sehen. Der abgesperrte Bereich befindet sich in einer Fußgängerzone, die von Fachwerkhäusern gesäumt ist.

Was Zeugen berichten

"Zeugen gaben gegenüber den vor Ort eingesetzten Polizisten an, dass ihnen der Autofahrer zuvor an einem Zebrastreifen unweit der Mühlenstraße aufgefallen war", berichtet die Polizei. Dieser habe "augenscheinlich medizinische Probleme" gehabt. "Als sie den am Steuer sitzenden Mann ansprechen wollten, sei der Mercedes plötzlich mit hoher Geschwindigkeit in die Fußgängerzone gefahren, wo er mehrere Passanten erfasste, mit den Außenständern der Geschäfte kollidierte, gegen das Schaufenster des Kaufhauses fuhr und kurz danach schließlich stehenblieb."

Hauptamtsleiter Dworak sagte, es habe sofort Abstimmungen zwischen Bürgermeister Torben Busse (CDU), dem Stadtbrandinspektor und 1. Stadtrat sowie der Polizei gegeben. Zudem seien die Kindertagesstätten der Stadt vorsorglich informiert worden. Der Vorfall habe sich zu einem Zeitpunkt am Vormittag ereignet, zu dem sich zahlreiche Menschen in der Fußgängerzone aufgehalten haben dürften.

Der Vorfall weckte zunächst Erinnerungen an eine Tat im ebenfalls nordhessischen Volkmarsen - damals, im Februar 2020, steuerte ein Mann absichtlich sein Auto in einen Karnevalsumzug. Mindestens 88 Menschen, darunter 26 Kinder, wurden teils schwer verletzt. Der Fahrer wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.

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