Heckler & Koch macht so viel Gewinn wie noch nie

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Heckler & Koch
Heckler & Koch macht so viel Umsatz mit seinen Waffenverkäufen wie noch nie. Hier ein Blick auf den HK-Messestand bei der Waffenmesse Eurosatory 2026.
Heckler & Koch
Wolf von Dewitz/dpa
Sturmgewehre von Heckler & Koch
Sturmgewehre, die HK bei der Waffenmesse Eurosatory in Paris vorgestellt hat.
Sturmgewehre von Heckler & Koch
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Pistolen von Sig Sauer
Konkurrent Sig Sauer fertigt Pistolen, die er bei der Waffenmesse Eurosatory zur Schau stellte.
Pistolen von Sig Sauer
Wolf von Dewitz/dpa

Wie sich die Zeiten ändern: Vor einem Jahrzehnt drohte der Waffenschmiede Heckler & Koch die Pleite, heute ist HK hochprofitabel. Das soll so weitergehen, heißt es vom Management.

Auf seinem steilen Wachstumskurs hat der Gewehrfabrikant Heckler & Koch die nächsten Firmen-Höchstwerte verbucht. Wie das Unternehmen aus Oberndorf am Neckar südwestlich von Stuttgart mitteilte, lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 bei 263,9 Millionen Euro und damit 47,1 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Seinen Gewinn konnte das Unternehmen mehr als verdreifachen: Waren es zuvor noch 11,8 Millionen Euro, so schoss der Wert ein Jahr später auf 40,8 Millionen in die Höhe. 

Hintergrund der Entwicklung sind die höheren Verteidigungsausgaben von Nato-Staaten seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine 2022. Zu den Kunden von HK gehören neben der Bundeswehr auch Frankreich, das inzwischen ebenfalls auf eine Waffe der Schwarzwälder Firma als Standard-Sturmgewehr seiner Armee setzt, und Nachbarstaaten Russlands, etwa Norwegen und die baltischen Staaten. 

Bundeswehr-Auftrag lässt die Kassen klingeln

Der Auftragseingang der deutschen Firma lag im ersten Halbjahr bei 260 Millionen Euro und damit etwas niedriger als zuvor. Ein echter Dämpfer war das allerdings nicht, weil im Juli eine große Bestellung der Bundeswehr einging: Ende vergangenen Jahres bewilligte der Bundestag eine Aufstockung eines Sturmgewehr-Rahmenvertrages von zuvor 120.000 auf nun 250.000 Stück. 

Im Juli erfolgte der Abruf des kompletten Rahmenvertrages, das füllte die Auftragsbücher beträchtlich. Heckler & Koch wird die Waffen schrittweise ausliefern und dafür noch jahrelang Geld in die Kassen bekommen. Die Waffenschmiede hat mehr als 1400 Beschäftigte, die meisten davon sind im Stammwerk im Nordschwarzwald tätig. In den USA hat die Firma ein kleines Montagewerk für Pistolen, das etwas ausgebaut werden soll. 

Es wird kräftig investiert

Im Zeitraum 2020 bis 2025 hatte HK eigenen Angaben zufolge rund 100 Millionen Euro investiert. Die Ausgaben werden nun deutlich gesteigert: Ende 2025 folgte ein weiteres Investitionsprogramm, das Ausgaben von 230 Millionen Euro bis Ende 2028 vorsieht. Es geht dabei etwa um neue Maschinen, moderne Infrastruktur und effizientere Arbeitsabläufe. «Innovation und Wachstum gehen dabei Hand in Hand», sagt Firmenchef Jens Bodo Koch.

Heckler & Koch fertigt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer. Neben der Armee ist auch die Polizei ein wichtiger Kunde. Zu den Wettbewerbern gehören Beretta aus Italien und der zur tschechischen CZ-Gruppe gehörende US-Waffenhersteller Colt, Haenel aus Thüringen und Sig Sauer aus den USA.