Der deutsche Küchenhersteller "rational einbauküchen solutions GmbH" aus Melle bei Osnabrück in Niedersachsen hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen, das es seit fast 60 Jahren gibt, ist pleite. Der Grund: Ein Totalausfall von essenziellen Serversystemen.

Ein Stromausfall führte zum irreparablen Verlust der wichtigen Daten. Wie Unternehmer Edition schreibt, besteht das Traditionsunternehmen bereits seit 1963 und beschäftigt derzeit 64 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Nun soll bei der Agentur für Arbeit ein Antrag für die Insolvenzgeldvorfinanzierung gestellt werden. Außerdem ist ein offener Investorenprozess in der Planung.

Deutscher Küchenhersteller insolvent: Kann Betrieb gerettet werden?

"In den vergangenen 14 Tagen haben wir alles versucht, um die IT-Probleme zu lösen", sagt Geschäftsführer Mano Bakhtiari.  Dies sei kurzfristig leider technisch nicht möglich gewesen. "Der Antrag war daher unumgänglich", erklärt er weiter. "Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere die Kunden und Mitarbeiter, extrem belastend. Aber wir werden alles daransetzen, um gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Lösungen für unser Unternehmen zu finden. Wir sind in Kontakt mit unseren Kunden und werden diese laufend über die Entwicklungen informieren."

Besonders ärgerlich: Dem Unternehmen wurde erst dieses Jahr wieder ein Preis verliehen: Zum dritten Mal in der Unternehmensgeschichte erhielt "Rational" den "German Brand Award". Bereits 2018 und 2021 konnte der Küchenhersteller die Auszeichnung für sich beanspruchen. Das Unternehmen hatte nicht nur bundesweite, sondern auch internationale Aufträge in rund 50 Ländern. Unter anderem Projekte in Qatar und Dubai.

Auch interessant: Erst vor Kurzem musste ein Autozulieferer aus Oberfranken Insolvenz anmelden - rund 2000 Beschäftigte waren davon betroffen.