Bereits am Vorabend hatte es mehrere Verletzte und Tote bei schweren Massenunfällen in Thüringen gegeben. Am Montag krachte es schon wieder. Waren Straßenbauarbeiten schuld?
Eine Serie schwerer Massenkarambolagen ereignete sich in Thüringen: Beim dritten Massenunfall auf Thüringer Autobahnen innerhalb von zwei Tagen ist am Montag eine Frau auf der A4 zwischen Hermsdorf und Rüdersdorf ums Leben gekommen.
Mindestens acht Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, in den 17 Fahrzeuge verwickelt waren, wie ein Sprecher der Autobahnpolizeiinspektion sagte. Mehrere Menschen waren in ihre Fahrzeuge eingeklemmt.
Chaotische Zustände nach Unfall auf der A4
Helfer vor Ort berichten von chaotischen Zuständen, die Fahrzeuge waren ineinandergeschoben, standen teilweise sogar aufrecht. Laut einem Polizisten vor Ort waren wohl Straßenbauarbeiten auf der Gegenfahrbahn zumindest mitverantwortlich für den schweren Unfall: Laut Augenzeugen fiel dort Regen auf eine frisch geteerte Fahrspur. Dadurch sei Nebel aufgestiegen und haben kurzzeitig für sehr schlechte Sichtverhältnisse gesorgt.
Zwei Rettungshubschrauber und mehrere Rettungsfahrzeuge waren vor Ort. Die Unfallstelle war in Fahrtrichtung Dresden gesperrt.
Bereits zwei schwere Unfälle am Sonntag
Am Sonntag war es in Thüringen bereits zu zwei schweren Unfällen auf der Autobahn 71 gekommen, bei denen zwei Menschen starben.Auf der A71 waren dabei mindestens 45 Autos kollidiert, 32 Menschen wurden verletzt. Die Polizei war zunächst von 25 Verletzten und 50 Unfallautos ausgegangen. Auf der Gegenfahrbahn wurden fünf Autos in weitere Unfälle verwickelt.
Manche Autos fuhren demnach aufeinander auf, andere seien wegen der Glätte ins Schleudern gekommen und gegen die Leitplanke oder gegen Böschungen geprallt.