Kommt der Winter doch noch zurück? Nach einem extrem warmen Start in den Januar ist es inzwischen wieder kälter geworden - der zunächst angekündigte Wintereinbruch bleibt aber bislang aus. Ab Mittwoch (18. Januar 2023) könnte sich das in Franken ändern.

Zur Wochenmitte zieht ein Tief von den Alpen in Richtung Polen, erklärt der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs ("Wetterochs"). Noch sei aber nicht klar, ob uns nur die Wolkenfelder des Tiefs erreichen oder auch Schneefälle. "Die Chancen stehen ganz klassisch bei 50:50", so Ochs. Schneit es, werden die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen, ohne Schneefall erwarten uns tagsüber bis zu 2 Grad.

Winter kommt zurück nach Bayern? In diesen Regionen soll Schnee fallen

Es bleibt dazu weiter windig, was die gefühlte Temperatur noch etwas senken kann. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt sogar vor stürmischen Böen bis zu 75 Stundenkilometer im Westen Frankens und Schwaben. In den Mittelgebirgen und den Alpen erreichen die Sturmböen Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern. 

In Bayerns höheren Lagen kehrt den Prognosen zufolge der Winter sogar schon am Dienstag zurück. Oberhalb von 400 bis 600 Metern sei am Montagabend und in der Nacht zu Dienstag mit Schneematsch und teils überfrierender Nässe zu rechnen, so der DWD. Gegen Abend hat dann Schwaben die besten Chancen auf Schnee. Anders als Ochs ist der Wetterdienst zudem etwas optimistischer für Mittwoch: Die Meteorologen sprechen von "verbreitet leichtem Schneefall" in Franken. 

Am Donnerstag heitert es wieder auf und es sind bis zu 4 Grad möglich. Im Freistaat bleibt es laut DWD größtenteils trocken, allein an den Alpen fällt etwas Schnee - und wahrscheinlich auch in Franken. Das bestätigt auch Ochs, die Wolken ziehen aber voraussichtlich erst in der Nacht auf. Bei Tiefstwerten zwischen -2 und -8 Grad kann es dann auch glatt werden. Wer nachts noch draußen unterwegs ist, sollte also vorsichtig sein.

Wetter am Wochenende: Dauerfrost in Franken erwartet

Am Freitag wird in Franken kaum Schnee erwartet, in anderen Regionen Bayerns fallen zumindest gebietsweise Flocken vom Himmel. Die Höchsttemperaturen liegen dem DWD zufolge zwischen -3 und 3 Grad. In der Nacht zum Samstag bekommen die Gebiete in Alpennähe nochmal Schneefälle ab, wie es dann weitergeht ist offen. Laut Ochs baut sich Samstag und Sonntag bei uns ein Hoch auf, von Osten her kommt aber noch ein kleines Tief dazu. Zeitweise könnte dann Schnee fallen. Kalt genug wäre es den Prognosen nach auch: Nur in ganz tiefen Lagen könne es tagsüber mal kurz über null Grad gehen, sagt der Wetterfachmann. Ansonsten herrsche Dauerfrost.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) warnt außerdem weiterhin vor steigenden Wasserständen an den Unterläufen einiger Flüsse in Franken. Am Oberen Main, der Fränkischen Saale und der Aisch seien am Montag an einigen Pegeln die Meldestufe 1, vereinzelt auch Meldestufe 2 überschritten. Meldestufe 1 bedeutet, dass der Fluss an einzelnen Stellen über die Ufer tritt, aber noch keine Gefahr für Anlieger besteht. Bei Meldestufe 2 werden land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder es kommt zu leichten Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- oder Gemeindestraßen. Wegen Hochwasser wird im unterfränkischen Volkach (Landkreis Kitzingen) voraussichtlich bis zum Donnerstag der Betrieb der Mainfähre ins benachbarte Eisenheim eingestellt. Sobald sich die Lage auf dem Main wieder entspanne, werde der Fährverkehr wieder aufgenommen, teilte die Verwaltungsgemeinschaft mit.

mit Material der dpa