Ein Auto ist von der A3 in der Oberpfalz auf Bahngleise gestürzt. Drei Männer sind tot. Am Tag nach dem Horror-Crash nennt die Polizei Details zu den Opfern.
Bei Nittendorf im Landkreis Regensburg sind am Donnerstagmorgen (6. August 2026) drei Männer bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen. Die Männer waren in einem Auto auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs, berichtet die Polizei. Wie die Ermittler am Freitag bekanntgaben, handelt es sich bei den Todesopfern um einen 51-Jährigen (Fahrer), einen 33-Jährigen (Beifahrer) sowie einen 16-Jährigen (Mitfahrer).
Der Fahrer und der Beifahrer waren deutsche Staatsangehörige, der 16-Jährige kosovarischer Staatsangehöriger. Alle drei hatten ihren Wohnsitz im südhessischen Main-Taunus-Kreis, hieß es.
Tödlicher Unfall auf A3 bei Nittendorf - drei Todesopfer, darunter ein 16-Jähriger
Kurz vor einer Bahnunterführung war der Wagen gegen 7 Uhr am Donnerstagmorgen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und auf das Gleisbett der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg gestürzt. Das Auto kam hinter den Bahngleisen in einem Grünstreifen zum Stehen. Die Unfallursache ist auch am Tag nach dem Horror-Crash völlig unklar. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang werden von der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg geführt.
Die drei Insassen erlitten schwerste Verletzungen, an denen sie trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte noch vor Ort starben. Die Bergung der verstorbenen Insassen und des Fahrzeuges gestaltete sich aufwendig und führte über Stunden zu massiven Verkehrsbehinderungen.
Die A3 war in Richtung Nürnberg lange gesperrt. Wie die Polizei gegen 13.30 Uhr meldete, konnte der Fahrstreifen nach dem Mittag wieder für den Verkehr freigegeben werden. Wie die dpa berichtet, staute sich der Berufsverkehr am Morgen und am Vormittag weit zurück. Die Polizei hatte den Verkehr an der A3-Ausfahrt Sinzing ausgeleitet.
Oberleitung an Bahnstrecke beschädigt: Zwei Regionalzüge müssen evakuiert werden
Auch die Bahnstrecke zwischen Regensburg und Nürnberg musste für den Bergungseinsatz gesperrt werden, wie ein Polizeisprecher der dpa mitteilte. Laut Polizei wurde bei dem Unfall eine Oberleitung der Bahnstrecke beschädigt. Zwei Regionalzüge kamen infolgedessen südlich der Unfallstelle zum Stillstand und mussten evakuiert werden. Von der Maßnahme waren mehr als 80 Fahrgäste betroffen. Einer der Züge war aufgrund der beschädigten Oberleitung ohne Stromversorgung.
Nach ersten Erkenntnissen war das Auto ohne Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs nach rechts von der Straße abgekommen. Wie es zu dem Unfall kam und wie es passieren konnte, dass der Wagen schließlich auf den Gleisen landete, ließ sich zunächst nicht endgültig klären.