Die Ludwigshafener Wäscherei hat ihre Dienste bei den Festivals "Rock am Ring" in der Eifel und "Rock im Park" in Nürnberg zur Verfügung gestellt - und bügelte zum Beispiel die Hemden der Toten Hosen. Gegründet wurde die "Rock'n'Roll Laundry" 1982 vom 55-jährigen Hans-Jürgen Topf.

"Erst war es ein kostenloses Waschen für Freikarten", erinnert sich der Gründer. Mittlerweile wäscht die Firma weltweit auf Konzerten und Festivals. Parallel zu den Zwillingsfestivals reinigte sie etwa Wäsche auf Tourneen von Herbert Grönemeyer und Madonna. Einige Stars offenbarten so manche Eigenart, sagt Achim Topf, Sohn des Chefs. Manche legten etwa Wert auf umweltfreundliches Waschpulver. Andere hätten so enge Jeans, dass sie sie nach dem Waschen nass zurückhaben wollten. Namen nannte der 24-Jährige aber nicht.


Jacke vergessen



Anekdoten weiß Hans-Jürgen Topf viele zu erzählen, auch ein Buch hat er schon geschrieben ("Das rockige Waschbuch"). Einmal habe er vergessen, Chrissie Hynde von der britischen Rockband The Pretenders eine gewaschene Jacke mitzugeben. Dann sei er schnell für Hunderte D-Mark von Frankfurt nach Berlin zum nächsten Konzert geflogen.

"Wir haben eine Kundschaft, die keine Fehler verzeiht", sagt der Geschäftsführer, der auch eine gewöhnliche Wäscherei in Ludwigshafen betreibt. "Es ist ein Traumjob, der manchmal alptraumhafte Züge annehmen kann." Ungeachtet dessen will er sich aber noch viele weitere Jahre mit der Wäsche der Stars rumschlagen und sagt: "So lange wie Mick Jagger halte ich auf jeden Fall aus."