Ein Rettungswagen sorgt bei Kindern normalerweise vor allem für große Augen und viele Fragen. Für die Kinder des Waldkindergartens „Weinbergschneckle“ wurde der durch Alexander Back organisierte Besuch des RKT-Rettungsdienstes zu einer besonderen Erfahrung. Die Mädchen und Jungen konnten hautnah erleben, was passiert, wenn Menschen Hilfe brauchen – und wer dann zur Stelle ist.
Mit großem Interesse erkundeten die Kinder das Rettungsfahrzeug und erhielten einen kindgerechten Einblick in die Arbeit der Rettungskräfte. Dabei gab es vieles zu entdecken und Fragen zu beantworten.
Gerade für einen Waldkindergarten ist die Auseinandersetzung mit solchen Situationen besonders wertvoll. Die Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in der Natur und sammeln dabei vielfältige eigene Erfahrungen. Sie lernen, Gefahren einzuschätzen, aufeinander zu achten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Der Besuch des RKT konnte diese Erfahrungen erweitern.
Dabei zeigte sich einmal mehr die Stärke des pädagogischen Konzepts der „Weinbergschneckle“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kindergartens beschränken sich nicht darauf, den Kindern Wissen zu vermitteln. Sie schaffen Situationen, in denen die Mädchen und Jungen selbst Erfahrungen sammeln, Fragen stellen, Zusammenhänge verstehen und Erlebtes miteinander besprechen können. Ein Besuch des Rettungsdienstes wird so nicht zu einer isolierten Aktion, sondern fügt sich sinnvoll in den pädagogischen Alltag ein.
Ängste abbauen
Besonders wertvoll ist dabei die Begegnung mit Menschen, die im Ernstfall Verantwortung übernehmen. Rettungskräfte nehmen Kinder nur wahr, wenn irgendwo ein Blaulicht zu sehen ist. Durch den direkten Kontakt können Berührungsängste abgebaut und Vertrauen geschaffen werden. Die Kinder erleben den Rettungsdienst als Menschen, die helfen, erklären und für andere da sind.