TenneT stellt die Pläne für den Ausbau des Umspannwerks in Redwitz vor
Eine umfangreiche Sitzung hatte der Gemeinderat Redwitz abzuarbeiten. Im Mittelpunkt standen der Netzausbau und die damit verbundenen Maßnahmen am Umspannwerk.
Eingangs informierten Daniela Schwerdfeger und Alexander Chambour von Tennet über den Netzentwicklungsplan Strom 2025 bis 2037/2045 und den geplanten Ersatzneubau des Umspannwerks Redwitz. Die Anlage stammt aus den 70er Jahren und entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Deshalb soll sie schrittweise modernisiert werden. Dabei werden auf dem bestehenden Gelände neue Anlagenteile errichtet und die vorhandene Technik nach und nach ersetzt.
Aufgrund verschiedener Netzausbauprojekte muss zudem die sogenannte Kurzschlussfestigkeit erhöht werden. Das bedeutet, dass die technischen Anlagen künftig stärkeren und häufiger auftretenden Stromspitzen standhalten müssen, ohne beschädigt zu werden.
Den Ersatzneubau könne man sich wie eine „Operation am offenen Herzen“ vorstellen, erläuterte Alexander Chambour. Die Arbeiten seien besonders anspruchsvoll, da das Umspannwerk während der gesamten Bauzeit in Betrieb bleiben müsse. Deshalb ist ein langer Bauzeitraum von 2030 bis 2037 vorgesehen.
Anschließend befasste sich der Gemeinderat mit dem zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045. Zu diesem können Behörden und Öffentlichkeit noch bis zum 24. August 2026 im Rahmen eines Konsultationsverfahrens Stellung nehmen.
Neben dem Ersatzneubau des Umspannwerks betrifft die Gemeinde Redwitz eine weitere im Netzentwicklungsplan genannte Maßnahme: den Bau einer neuen 380-kV-Leitung entlang der bestehenden Trasse zur Anbindung eines geplanten Umspannwerks im Raum Weidhausen, Marktgraitz und Marktzeuln.
Viele Gründe dagegen