Drei Monate Dauer: Umzug macht Arbeit
Der Umzug machte natürlich eine Menge Arbeit: Rund drei Monate brauchte man, bis in Roth alles abgebaut und in Kilianshof eingelagert war. "Wir hoffen, im Frühjahr wieder die Arbeit aufnehmen zu können, wenn auch zunächst eingeschränkt. Bis dahin gibt es aber noch einiges zu tun", so Kneuer.
Dennoch freut sie sich, jetzt in Kilianshof zu sein. Sie und ihr Mann haben das Anwesen, ein großes Zweifamilienhaus mit Nebengebäude, gekauft, und wohnen hier auch. "Das war eine Voraussetzung. Schließlich müssen unsere Schützlinge in der Nacht alle zwei Stunden gefüttert werden", erläutert Kneuer. Dies kann sie nur deshalb umsetzen, da ihr Arbeitgeber sehr entgegenkommend ist.
Vorsitzender: Wildtierstation mit offenen Armen empfangen
Der Vorsitzende der Wildtierstation, Karl-Heinz Kolb, freut sich, dass man hier mit offenen Armen empfangen worden ist. "Bewohner aus dem Dorf haben uns überhaupt erst auf das Objekt aufmerksam gemacht. Wir wurden sogar von der Bürgermeisterin persönlich begrüßt und auch der Gemeinderat hat uns seine Unterstützung angeboten", freut er sich.
Im Sandberger Kindergarten konnte die Wildtierstation bereits ein erstes Projekt umsetzen. Hier veranstaltete sie einen Projekttag rund um den Igel, bei dem die Kindergartenkinder hautnah etwas über die Pfleglinge der Station lernen durften.
"Die Umweltpädagogik ist uns eine Herzensangelegenheit", sagt Theresa Kneuer. Die Aktion im Kindergarten wurde sehr positiv aufgenommen. Später sollen die Räumlichkeiten so eingerichtet werden, dass man Umweltbildung mit Kindern und Schulklassen vor Ort machen kann.
Nächstes Ziel: Wildtierstation funktionsfähig machen
Doch jetzt gilt es erst einmal, die Wildtierstation aufzubauen und funktionsfähig zu machen. Die Quarantänestation soll hier 140 Quadratmeter groß werden. Die unterschiedlichen Innengehege sollen in der Scheune entstehen. In der zweiten Etage im Scheunenbereich ist ebenso noch Platz. "Hier ist ein Seminarraum angedacht. Wie wollen nämlich Kindergärten und Schulen vor Ort holen. Viele Tiere kann man nämlich nur hier zeigen", erläutert Theresa Kneuer.
Am wichtigsten sei aber, im Frühjahr arbeitsfähig zu sein, so dass man für die Bevölkerung eine Anlaufstation bieten kann. "Arten- und Wildtierschutz sind mir sehr wichtig. Es gibt derzeit keine andere Anlaufstation für verletzte Wildtiere als uns", betont Kneuer. Man will deshalb zuerst einen kleinen Teil ausbauen, um arbeitsfähig zu sein.
Umsetzung: Verein ist auf Spenden angewiesen
Um die Planungen umzusetzen, ist man auf Spenden angewiesen. Der gemeinnützige Verein kann dabei auf die Unterstützung der Bevölkerung bauen. "Die Baufirma Schick hat sich hier verdient gemacht und in der Vergangenheit auch Sachleistungen erbracht", freut sich Kneuer. Für das aktuelle Projekt hat die Baufirma ebenso schon ihre Hilfe angeboten.
Was laut Theresa Kneuer vor allem fehlt, seien große Sponsoren und Firmen, die das Projekt Wildtierstation mit Spenden und Sachleistungen unterstützen. "Aber natürlich sind wir auf jede noch so kleine Spende aus der Bevölkerung angewiesen und für jede Unterstützung dankbar", sagt Theresa Kneuer.
Denn nur so kann sich der Verein seinem Anliegen, dem Retten von Wildtieren, weiter widmen. Mit dem Umzug nach Kilianshof hat man dazu einen großen und wichtigen Schritt gemacht. Und wenn man Theresa Kneuer zuhört und merkt, mit welcher Begeisterung sie und die Mitglieder des Vereins bei der Sache sind, dann kann man sicher sein, dass die verletzten Wildtiere in Kilianshof gut untergebracht sind.