Als mögliche Ursache des Großbrandes im Westen Athens gelten Funken an Stromleitungen eines privaten Windpark-Netzes. Die Leitungen sollen durch starken Wind ins Schwingen geraten sein. In diesem Zusammenhang wurden zwei Menschen festgenommen.
Spezialeinheit aus Deutschland unterstützt Kampf gegen Feuer in Spanien
In Spanien ist seit dem Wochenende eine Spezialeinheit aus Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Die mehr als 50 Feuerwehrleute unterstützen ihre spanischen Kollegen beim Kampf gegen Waldbrände in der nordwestlichen Region Kastilien-León. Derzeit seien die Einsatzkräfte damit beschäftigt, Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, teilte Sprecher Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn mit.
Im Vergleich zu den vergangenen Wochen hat sich aber die Lage deutlich entspannt. Landesweit waren am Wochenende nach Angaben eines spanischen Waldbrandportals mehr als 40 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv, die meisten davon in den Regionen Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha.
Im Süden Frankreichs brach am Sonntag ein neuer Waldbrand nahe der Stadt Carcassonne aus. Das Feuer betraf der Präfektur zufolge nach wenigen Stunden 100 Hektar, Löschflugzeuge waren im Einsatz. Ausgelöst wurde es durch einen brennenden Wagen auf der Autobahn, wie Medien unter Berufung auf die Feuerwehr berichteten. Laut Präfektur wurden etwa 100 Menschen in der Gemeinde Cazilhac vorsorglich evakuiert, auch an Raststätten fanden demnach Evakuierungen statt.
Dutzende Häuser fallen den Flammen zum Opfer
An der französischen Atlantikküste, wo der massivste Waldbrand der Saison gewütet hatte, dürfen am Montag dagegen nun auch Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Ferienorte Lège-Cap-Ferret und Le Porge wieder zurückkehren. Dies gelte jedoch nicht für Campingplätze, teilte die Präfektur in Bordeaux am Abend mit.
Ferner wurden auch im südfranzösischen Département Var, wo sich vor drei Tagen ein wieder aufgeflammter Brand rasch ausgebreitet hatte, Evakuierungsmaßnahmen und Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Dennoch bestehe das Risiko eines Wiederaufflammens nach wie vor, insbesondere aufgrund der Winde, warnte die Präfektur. 41 Häuser seien durch die Flammen zerstört worden, hieß es in Medienberichten unter Berufung auf die Präfektur.
Auch in Deutschland kommt es während anhaltender Hitze und Trockenheit immer wieder zu Waldbränden. So brannte ein Waldstück am Rothsee in Mittelfranken. Ein Bergwald in den Chiemgauer Alpen stand in Flammen. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuletzt auch vor höchster Waldbrandgefahr in weiten Teilen Frankens gewarnt.
Vorschaubild: © Michael Varaklas (AP/dpa)