In politischen Diskursen fällt Grenells Name regelmäßig, wenn es um die Besetzung des Außenministerpostens geht. Der 58-Jährige ist ein entschiedener Verfechter von Trumps "America First"-Politik und könnte, auch wenn er nicht direkt im U.S. State Department tätig wird, eine bedeutende Rolle in Trumps Regierung einnehmen.
Impfgegner als Gesundheitsminister
In einem überraschenden Zug kurz vor der Wahl verkündete Donald Trump, dem prominenten Impfgegner Robert F. Kennedy Jr. eine bedeutende Rolle in der Gesundheitspolitik zu übertragen. Kennedy hatte zuvor öffentlich gemacht, dass ihm von Trump die "Kontrolle" über das Gesundheits- und Agrarministerium zugesichert worden sei. Sein Ziel sei es, die Gesundheit der Amerikaner zu verbessern und insbesondere den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft zu reduzieren.
Kennedy, der ursprünglich als unabhängiger Kandidat zur Präsidentschaftswahl antrat, zog seine Kandidatur zurück, um sich dem Lager von Trump anzuschließen. Als Mitglied der bekannten Kennedy-Familie geriet er in die Kritik, insbesondere wegen seiner Verbreitung von Verschwörungstheorien und seiner Verbindungen zu rechtsextremen Politikern.
Stephen Miller, ein erfahrener politischer Berater, der bereits während Trumps erster Amtszeit im Weißen Haus tätig war, gilt als einer der Hauptverantwortlichen für Trumps Migrationspolitik. Einwanderer werden von ihm regelmäßig auf rassistische Weise verunglimpft, und er plant umfassende Massenabschiebungen. Die Essenz seines Plans lautet: "Schließen Sie die Grenze und schieben Sie alle Illegalen ab."
Um diese Maßnahmen umzusetzen, hat Miller ein durchdachtes Konzept entwickelt, bei dem auch das Militär eine entscheidende Rolle spielen soll. "Das Militär hat das Recht, eine Festungsstellung an der Grenze zu errichten und zu sagen, dass hier niemand reinkommen darf." Trotz seiner erst 39 Jahre hat Miller bereits umfassende politische Erfahrungen, die von seinen Anfängen in der konservativen Tea-Party-Bewegung stammen. In der aktuellen politischen Landschaft könnte er eine Schlüsselposition im Heimatschutzministerium übernehmen.
Berater aus der eigenen Familie
In seiner ersten Amtszeit setzte Donald Trump engste Familienmitglieder in bedeutende Positionen im Weißen Haus ein, darunter seine Tochter Ivanka Trump und seinen Schwiegersohn Jared Kushner. Im laufenden Wahlkampf rückt jedoch ein anderes Familienmitglied in den Fokus: Trumps Sohn Donald Trump Jr. (46). Ihm wird ein entscheidender Einfluss nachgesagt, was die Nominierung von J.D. Vance als Trumps Vizepräsidenten angeht. Auf dem Parteitag der Republikaner in Milwaukee wurde die intensive Kooperation der beiden deutlich sichtbar.
Es bleibt abzuwarten, ob Trump einmal mehr wesentliche Ämter in seinem engsten familiären Umfeld vergibt. Bereits im Frühjahr war seine Schwiegertochter Lara Trump, die mit seinem zweitältesten Sohn Eric verheiratet ist, von ihm in die Führungsriege der Republikanischen Partei berufen worden.
Interessant ist auch die mögliche Rückkehr von Mike Pompeo, obwohl dieser einst ein vehementer Kritiker Trumps war. Vor dem Wahlsieg 2016 warnte Pompeo, Trump könnte sich als autoritärer Präsident erweisen. Später jedoch änderte Pompeo seinen Kurs und entwickelte sich zu einem treuen Unterstützer, was ihn nun in eine vorteilhafte Position für einen Regierungsposten bringen könnte.
Berichten zufolge wird Pompeo als potenzieller Verteidigungsminister gehandelt. Während Trumps erster Amtszeit herrschte Unzufriedenheit mit den Pentagon-Chefs James Mattis und Mark Esper. Dennoch kennt Trump Pompeo gut: Schon in seiner Rolle als Außenminister setzte Pompeo Trumps aggressive Außenpolitik um, die auf Isolationismus, Unterstützung Israels, Dialogbereitschaft gegenüber Nordkorea und eine harte Haltung gegenüber dem Iran setzte.
Wer könnte leer ausgehen?
Nikki Haley, eine prominente Republikanerin, die zuvor als US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen unter Trump gedient hatte, könnte möglicherweise einen wichtigen Posten nicht erhalten. Sie hatte sich im parteiinternen Rennen um die Präsidentschaftskandidatur gegen Trump gestellt, was zu spöttischen Kommentaren von ihm führte. "Obwohl Haley sich beim Parteitag hinter Trump stellte," wird berichtet, dass "der 78-Jährige ihr diese Bewerbung nie verziehen hat."
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
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