Gesundheitsminister Karl Lauterbach veröffentlichte einen Twitter-Beitrag außer der Norm. Anstelle von einer Äußerung zu gesundheitspolitischen Themen veröffentlichte er seine drei Lieblings-Musikgruppen aus der Rock- und Heavy-Metal-Richtung. Kommentare aller Art blieben nicht aus.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach widmet seine Twitter-Posts normalerweise ernsten Themen aus der Gesundheitspolitik. Nicht so am Sonntag (24. Juli). Aus einer Auflistung verschiedener Musikgruppen aus der Rock und Heavy Metal Sparte, wählte er seine drei Lieblinge und gab sie öffentlich bekannt. Dafür erntete er einerseits Spott, aber auch positive Rückmeldungen.

"Nirvana, Guns N‘Roses, doors", schrieb Lauterbach kommentarlos zu einem fotomontierten Bild, das er retweetete. Auf dem Bild sieht man vier Spalten, in welchen in schwarzer Schrift verschiedene bekannte Rock- und Metalbands, beziehungsweise Musikgruppen ihrer Subgenres aufgelistet sind. Darunter beispielsweise Metallica, Ramones, Slayer oder Led Zeppelin. Diese Art von Twitter-Beitrag hatte wohl niemand vom Bundesgesundheitsminister erwartet - "okay, das kam unerwartet", so ein*e Twitter-Nutzer*in - also blieben auch Spott und Häme nicht aus.

Lauterbach erntet Spott wegen Twitter-Post

Einige Nutzenden der Plattform sahen den Beitrag als Anlass an, Lauterbach grundlos zu kritisieren. "Wenn Ihre Kompetenz als Minister doch nur annähernd so gut wäre wie Ihr Musikgeschmack", schrieb ein*e gehässige*r Twitter-Nutzer*in unter dem Beitrag. "Er versucht jetzt zu menscheln", kommentierte ein*e  andere*r.

"Ich denke nicht, dass es ihm bei dem Tweet um die Musik ging", spekulierten einige Nutzer*innen und schienen sich sicher, dass die Auflistung der drei Bands eine verschlüsselte Botschaft sei. Was die angebliche übertragene Bedeutung dieser Worte sei, offenbarte niemand. "Das ist einfach sein Musikgeschmack und keine kryptische Botschaft an die Echsenmenschen. Junge, Junge", verteidigt ein*e Twitter-Nutzer*in den Gesundheitsminister. "Auch ein Politiker darf seinen eigenen Musikgeschmack haben und den finde ich noch nicht einmal verkehrt", schrieb ein*e  andere*r.

Aber vor allem regte es die Menschen in dem sozialen Netzwerk an, ebenfalls der Intention des Ursprungs-Beitrags zu folgen und ihre drei Lieblingsbands zu veröffentlichen.

Lauterbach aktiver Twitter-Nutzer: Er erreicht viele Menschen mit seinen Beiträgen

Kurze Zeit vorher hatte Lauterbach mit einem Tweet für eine Vielzahl an Reaktionen auf Social Media gesorgt. Er versuchte auf die Frage zu antworten, wann Corona in eine Endemie übergehe: Wann endet Corona endlich? Lauterbach liefert mit Tweet die Antwort. Im Zuge der herannahenden Herbstwelle kritisierte er den Kassenärzte-Chef scharf - und zwar ebenfalls über seinen bevorzugten Social-Media-Kanal Twitter.