3.000 Euro wünschte sich der Verkäufer, mindestens 2.000 Euro wollte sein Vater erzielen. Lichter bekam bei dieser Preisvorstellung prompt "Bauchschmerzen". Doch dann bestätigte Kümmel tatsächlich die hohe Schätzung und taxierte die beiden Leuchten auf 2.000 bis 3.000 Euro. "Hör auf", staunte Lichter - und musste zugeben: "Ich bin geplättet." Kaum war Alexander mit seiner Händlerkarte verschwunden, gestand Lichter seinem Experten: "Unter uns zwei, ich habe am Anfang an einen Fuffi gedacht." Als Lichter anschließend erklärte: "Ich habe echt keine Ahnung", lieferte Kümmel die passende Ergänzung: "Aber davon jede Menge", als kleiner Seitenhieb unter Kollegen.
Friedrich Häusser erwirbt Zuckerdose für 600 Euro
Sarah Schreiber erkannte sofort: "Oh wow, der Klassiker von Ingo Maurer." Auch Benjamin Leo Leo kannte die Objekte genau und schien deshalb wenig begeistert, dass Schreiber ebenfalls Interesse zeigte. Susanne Steiger hatte dagegen eine ganz andere Assoziation: Sie erinnerten die Wandleuchten an "eine einsame Insel mit zwei Palmwedlern".
Schreiber wusste genau, was die "Uchiwa 2"-Leuchten wert waren. Sie lobte zunächst den guten Zustand: "Ich kenne die löchrig, vergilbt, verfärbt." Dann startete sie mit 1.000 Euro. Während Anaisio Guedes überrascht schaute, bestätigte Benjamin Leo Leo die Einschätzung und bot 1.400 Euro. Schreiber legte prompt nach und erhöhte auf 2.000 Euro.
Als Benjamin Leo Leo auf 2.200 Euro erhöhte, musste Schreiber "schweren Herzens" passen. Dabei hätte sie die Leuchten offenbar selbst gerne gehabt, war sich aber unsicher, ob ihr "Schatz" davon begeistert wäre. Leo Leo war nach dem Zuschlag "richtig glücklich". Schreiber dagegen brachte es auf den Punkt: "Ich gönne es Leo Leo - nicht."
Als weiteres Objekt der Sendung beschrieb Friederike Werner ein Werk von Albert Birkle (1931) "sehr dynamisch" und taxierte 15.000 bis 20.000 Euro. Die Verkäufer hatten sich nur 5.000 Euro gewünscht und waren "unglaublich" überrascht. Doch Sarah Schreiber bot nicht mehr als 5.000 Euro und so wurde das Bild nicht verkauft. Eine Zuckerdose aus 800er Silber datierte Heide Rezepa-Zabel nach 1886 bis 1905. Für die Dose von David Vollgold, einem Hofgoldschmied aus Berlin, wünschte sich der Verkäufer 500 Euro. Die Expertin taxierte 700 bis 800 Euro. Am Ende zahlte Friedrich Häusser 600 Euro für das antike Objekt.
Eine Katzenfigur aus Keramik von Tierbildhauer Louis Riché datierte Friederike Werner in den 1920er bis 1940er Jahren: "Damals war das Siamkätzchen sehr en vogue." Für das Art-déco-Objekt lag der Wunschpreis bei 200 Euro, geschätzt wurden 150 bis 200 Euro und Friedrich Häusser zahlte auch 200 Euro.
Quelle: teleschau – der mediendienst