Von den "Krokodilmenschen" bis zum Astronauten

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Terra X: Tabu - Wahrheit und Mythos
Die Hauptaufgabe der Iatmul-Krieger in Papua-Neuguinea bestand vor allem darin, die eigene Gruppe vor Übergriffen zu schützen.
ZDF / Marc Dozier
Terra X: Tabu - Wahrheit und Mythos
Diese Holzschnitzereien im Männerhaus der Iatmul in Kanganamun zeigen diverse Köpfe. In früheren Zeiten war es üblich, die Schädel von Verstorbenen vom Körper zu trennen und die Kopfstruktur des Toten über die Knochen zu modellieren. Erst in den 1930er-Jahren wurde die Herstellung übermodellierter Schädel von der kolonialen Regierung verboten.
ZDF / Carsten Gutschmidt
Terra X: Tabu - Wahrheit und Mythos
Das Volk der Iatmul ist berühmt für seine Holzschnitzerei. Das Männerhaus des Dorfes Kanganamun ziert ein Leistenkrokodil, das im Schöpfungsmythos eine große Rolle spielt.
ZDF / Carsten Gutschmidt
Terra X: Tabu - Wahrheit und Mythos
Um die Verwandlung vom Kind zum Mann durchlaufen zu können, muss ein Iatmul-Junge sich einer schmerzhaften Prozedur unterziehen. Auf seinem Rücken werden Schnitte angebracht, die wie Krokodilschuppen wirken.
ZDF / Marc Dozier
Terra X: Tabu - Wahrheit und Mythos
Rabea Rogge ist die erste deutsche Astronautin. Allerdings reiste sie nicht im Auftrag einer nationalen Raumfahrtagentur ins All, sondern für ein privates Unternehmen. Eine Mission, die einmal mehr die Frage in den Fokus rückt: Wem gehört der Weltraum?
ZDF / SpaceX

Die neue "Terra X"-Ausgabe vermischt Brisantes - von Menschenfressern im Pazifik bis hin zu Elon Musks geplanter Eroberung des Mars. Tabu und Mythos vermischen sich.

Tabus, also No Gos oder unantastbare Verbote, so etwas gibt es heute bekanntlich kaum noch. Die neue "Terra X"-Sendung macht sich in allen Himmelsrichtungen auf die Suche nach dem Unterschied von Wahrheit und Mythos. Zum Vorschein kommt, dass die "Krokodilmenschen" von Papua-Neuguinea gar keine Menschenfresser sind, sondern - das immerhin - nur Teile feindlicher Gehirne zur eigenen Stärkung weitergegeben haben. Im Falle des mythenbeladenen Fort Knox stellt sich heraus, dass hier nicht nur Gold, sondern vor allem Drogen gelagert waren. Und schließlich redet auch noch Elon Musk und dessen geplante Marseroberung ein Wörtchen mit. Einst hatte man beschlossen, der Weltraum solle sowohl für militärische als auch kommerzielle Nutzung tabu bleiben.

Endlich ist es heraus: Die Menschenfresser von Papua-Neuguinea, wegen ihrer Tätowierungen auch "Krokodilmenschen" genannt, aßen weder Freunde noch Feinde auf. Aber immerhin etwas ist dran, wie ein Sprecher der Indigenen zu berichten weiß: "Unsere Vorfahren aßen nur ganz kleine Stücke vom Hirn. Sie mischten sie mit dem Fleisch von Hunden oder Schweinen. Dann brachten sie alles nach Hause und gaben es ihren Söhnen zu essen, allen Männern der Familie. Sie taten das, damit die nächste Generation auch zu großen Kriegern werden würde."

Dann doch lieber ins Fort Knox mitsamt seinen 5.000 Tonnen Goldreserven, zu denen angeblich nicht mal der Präsident Zutritt hat. Hinter den meterdicken Wänden aus Beton und Granit arbeitete 1975 ein Werkstudent, der all die Goldbarren umzuschichten half, um damit den Mythos, das Gold sei längst weg, zu entkräften. Stattdessen sah er sich mitten im Kalten Krieg mit Angstdrogen für den Fall eines Atomkriegs gegen die Sowjetunion konfrontiert.

Weltraum-Verträge sollten in den 60er-Jahren etwaige Kriege im All verhindern. An satellitengestützte Kriegsführung dachte da noch niemand. Aber auch die kommerzielle Nutzung galt einst als tabu. Heutzutage ist man von solchen idealistischen Zielen nicht nur dank Elon Musk jedoch weit entfernt.

Terra X: Tabu - Wahrheit und Mythos - So. 17.05. - ZDF: 19.30 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst