Ex-ZDF-Moderator Claus Kleber zeigt sich bei Illner von Selenskyj-Rede "erschüttert"

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Maybrit Illner
Claus Kleber (rechts) nahm bei "Maybrit Illner" kein Blatt vor den Mund.
ZDF/Jule Roehr

Nach der Trump-Show beim Wirtschaftsforum in Davos stand dessen Größenwahn auch am Donnerstagabend bei "Maybrit Illner" im Fokus. Während Wirtschaftswissenschaftler aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit auf Vorsicht pochten, kamen Claus Kleber solche Debatten "erbärmlich vor".

"Für mich ist heute das Erschütterndste die Rede von Selenskyj gewesen, aus dem 20 Minuten lang die schiere Verzweiflung über die Unentschlossenheit von Leuten, denen es sau gut geht, zum Hals raushängt nach vier Jahren." Der ehemalige ZDF-Moderator Claus Kleber nahm bei "Maybrit Illner" zum Thema "Trumps Größenwahn - wer hält dagegen?" wahrlich kein Blatt vor dem Mund.

Dass Stormy-Annika Mildner, Wirtschaftswissenschaftlerin und Direktorin des Aspen Institut Deutschland, meinte, Europa müsste angesichts der Interdependenzen mit den Vereinigten Staaten "sehr vorsichtig" agieren, war für ihn nicht tragbar. "Diese Debatten kommen mir erbärmlich vor", kritisierte er das Argument. "Wenn ich mir vorstelle, dass die Ukraine in Kenntnis der Macht, die sie angreift, ähnlich denkend hätten sagen müssen: 'Da könnte es sein, dass wir im Winter große Teile Kiews nicht mehr beheizen können, wir frieren ganz furchtbar bei minus 20 Grad, außerdem sterben Zigtausende unserer jungen Leute ...'" Er fuhr fort: "An einen Wirtschaftsaufbau, an einen Fortschritt, an ein geregeltes Leben ist überhaupt auf Jahre nicht zu denken, wie viel bequemer wäre es doch zu sagen: 'Na gut, dann schickt einen Gouverneur, der uns regiert, dann werden wir wieder so eine Art Sowjetrepublik. Das wäre sicher für die Gesundheit aller Beteiligten besser.'"

Quelle: teleschau – der mediendienst