Bei "Markus Lanz" drängte der Moderator auf klare Ansagen zum geplanten Reformpaket von Union und SPD. Johannes Winkel, der Vorsitzende der Jungen Union, blieb dennoch vorsichtig und bremste die Erwartungen an den 30. Juni.
Bei "Markus Lanz" kritisierte CDU-Politiker Johannes Winkel die Herangehensweise der schwarz-roten Koalition. Dabei geriet der 30. Juni in den Fokus, an dem die Regierung ein Reformpaket auf den Weg bringen will. "Was steht bei Ihnen am 30.6. im Terminkalender?", wollte der ZDF-Moderator konkret wissen. Der Vorsitzende der Jungen Union antwortete schmunzelnd: "Ich weiß gar nicht, was drin steht."
Lanz entgegnete überrascht: "Wie jetzt? Das ist doch der Tag, an dem Deutschland gerettet wird!" Johannes Winkel blieb dennoch vage: "Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt auf diesen Tag." Markus Lanz hakte unbeirrt weiter nach: "Was sagt es Ihnen, Herr Winkel, wenn selbst der Kanzler jetzt schon die Erwartungen wieder bremst?" Der CDU-Mann zeigte sich frustriert und sagte: "Vielleicht sollten wir mal aufhören immer in dieser Achterbahnfahrt mit diesen Ankündigungen."
Lanz hakte nach: "Aber wer ist wir?" Winkel antwortete prompt: "Wir sind die Koalition aus Union und SPD." Abschließend bohrte Lanz erneut nach: "Das ist für mich wichtig. Ich kann sonst nachts nicht schlafen. Am 30.6. passiert also nichts?" Johannes Winkel wollte sich jedoch weiterhin keine Antwort entlocken lassen. Er sagte lediglich: "Man wird sehen, was passiert. Ich kann das ja nicht vorhersehen." Winkel weiter: "Ich kann Ihnen nur eines sagen: es ist nicht so klug, sich andauernd selber Fristen zu setzen."
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Quelle: teleschau – der mediendienst