US-Zwischenwahlen: CDU-Politiker erklärt im ARD-Moma die Trump-Niederlage

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Donald Trump
Donald Trump am Tag vor der Zwischenwahl: Die Partei des US-Präsidenten musste bei den Midterms eine Schlappe einstecken.
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Die Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen ist auch eine Niederlage für US-Präsident Donald Trump. Im ARD-"Morgenmagazin" versuchen sich Politiker von CDU und SPD an einer Erklärung.

Es ist ein Debakel für Donald Trump und seine Republikaner: Bei den US-Zwischenwahlen am Dienstag rollte eine "blaue Welle" über die USA hinweg - sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat konnten die Demokraten eine Mehrheit erringen. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt machte am Tag danach im ARD-"Morgenmagazin" drei Gründe für die Schlappe der Republikaner aus: Trumps Krieg gegen den Iran, seine Israel-Politik sowie seine Unterstützung für Wladimir Putin. "Diese drei Dingen haben meines Erachtens auch zu diesem Wahlergebnis beigetragen", betont Hardt. Die Niederlage der Republikaner sei "auch ein Urteil über die falsche Außenpolitik des US-Präsidenten".

Trump, so Hardt, habe sich eigentlich stets gegen Auslandseinsätze des US-Militärs ausgesprochen, dann aber den Krieg gegen den Iran vom Zaun gebrochen. "Dieser Widerspruch ist ihm ein Stück weit auf die Füße gefallen", analysierte der CDU-Politiker.

Er hoffe nun, dass Trump künftig "in der Außenpolitik mehr Vernunft walten lässt". Hoffnung hat Hardt auch für die Ukraine: Es gebe schon jetzt "eine klare Mehrheit im Kongress gegen die Politik des US-Präsidenten"; möglich sei, dass Republikaner dort nun auch Ukraine-freundliche Vorlagen der Demokraten unterstützen werden. "Das kann nützlich für uns sein", sagte Hardt.

Wird Trump zur "angry duck"?

Auch Siemtje Möller, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, äußerte sich im "Moma" zu den Ergebnissen der Zwischenwahlen. Sie hoffe, dass Trump nach der Niederlage nicht zur "angry duck" werde, also zur "zornigen Ente" - ein Wortspiel mit dem Begriff "lame duck", der einen amtierenden Präsident bezeichnet, der aufgrund einer verlorenen Wahl weitgehend handlungsunfähig geworden ist. Andernfalls hätte auch Europa unter einem zornigen Trump weiterhin zu leiden.

Die Zwischenwahlen, so Möller, markierten den Anfang vom Ende der Trump-Präsidentschaft. Die SPD-Politikerin sprach von einem "sehr klaren Votum gegen Donald Trump". Sie sieht in dem Ergebnis eine Abstimmung über die hohen Lebenshaltungskosten in den USA und ein "klares Votum gegen die Zölle", die Trump erlassen hatte. Diese hätten mit dazu beigetragen, dass die Verbraucherpreise in den USA gestiegen seien.

Quelle: teleschau – der mediendienst