"Tut weh": Händler zahlt bei "Bares für Rares" viel zu viel für Plastik-Kübel

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"Bares für Rares"
Ein knallroter Champagnerkühler aus Plastik sorgte bei "Bares für Rares" für einen hitzigen Bieter-Krimi: Walter Lehnertz und Julian Schmitz-Avila lieferten sich ein erbittertes Duell um das "Mordsding" von Piper-Heidsieck. Am Ende zahlte "Waldi" ein Vielfaches von Wunsch- und Schätzpreis - obwohl der Kübel sogar deutliche Gebrauchsspuren hatte.
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"Bares für Rares"
"Selbst in einem dunklen Raum findet man den", scherzte Lichter über die knallige Farbe des Champagnerkühlers. Verkäuferin Romaine aus Dudelange in Luxemburg hatte das auffällige Objekt auf einem Flohmarkt entdeckt und kurzerhand gekauft. "Schön ist das Dingen", fand der Moderator und Annika Raßbach ergänzte: "Wunderschön."
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"Bares für Rares"
Annika Raßbach erklärte, dass der Kühler für Champagner, Sekt und "eigentlich alle anderen Getränke" vom traditionsreichen Champagnerhaus Piper-Heidsieck stammte. Das Unternehmen wurde bereits 1785 von Florens-Louis Heidsieck im französischen Reims gegründet. "Das ist eine hochqualitative Marke", betonte die Expertin.
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"Bares für Rares"
Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Porzellan-Bild des Malers Franz Wagner von Bianca Berding zwischen 1890 und 1918 datiert. Für das handbemalte Kunstwerk der Manufaktur in Berlin KPM wurden 800 bis 1.000 Euro gewünscht. Die Expertin schätzte nur 300 bis 400 Euro und Wolfgang Pauritsch zahlte 350 Euro.
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"Bares für Rares"
Eine Schleifenbrosche bezeichnete Patrick Lessmann als geometrischen Art-déco-Schmuck, den er in den 1930er-Jahren datierte. Für die Brosche mit Diamanten (1,1 Karat) aus Platin wünschte sich die Verkäuferin 400 Euro, der Experte taxierte 900 bis 1.100 Euro und Susanne Steiger zahlte 1.000 Euro.
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"Bares für Rares"
Eine Kaskadenleuchte erinnerte an die Space-Age-Ära in den 1970er-Jahren, wies aber keinen Hersteller-Vermerk auf. Der Wunschpreis lag bei 600 Euro, doch aufgrund des fehlenden Designer-Namens schätzte Annika Raßbach nur 200 bis 280 Euro. Jos van Katwijk zahlte schließlich 230 Euro.
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"Bares für Rares"
Eine Kupferdruckplatte als frühe Geschäftskarte eines bekannten Schmuck-Händlers aus Paris datierte Bianca Berding von 1750 bis 1785. Gewünscht wurden 100 Euro. Die Expertin taxierte aber 300 bis 500 Euro. Am Ende zahlte Jos van Katwijk 260 Euro.
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Damit hatte die "Bares für Rares"-Verkäuferin wohl nicht gerechnet. Aber ihr knallroter Getränkekühler aus Plastik wurde im Händlerraum zum Liebhaberobjekt - und von Walter Lehnertz am Ende teuer bezahlt ...

Ein knallroter Champagnerkühler aus Plastik sorgte bei "Bares für Rares" für einen hitzigen Bieter-Krimi: Walter Lehnertz und Julian Schmitz-Avila lieferten sich ein erbittertes Duell um das "Mordsding" von Piper-Heidsieck. Am Ende zahlte "Waldi" ein Vielfaches von Wunsch- und Schätzpreis - obwohl der Kübel sogar deutliche Gebrauchsspuren hatte.

"Selbst in einem dunklen Raum findet man den", scherzte Lichter über die knallige Farbe des Champagnerkühlers. Verkäuferin Romaine aus Dudelange in Luxemburg hatte das auffällige Objekt auf einem Flohmarkt entdeckt und kurzerhand gekauft. "Schön ist das Dingen", fand der Moderator und Annika Raßbach ergänzte: "Wunderschön."

Horst Lichter ahnt: "Liebhaber zahlen vielleicht sogar mehr ..."

Annika Raßbach erklärte, dass der Kühler für Champagner, Sekt und "eigentlich alle anderen Getränke" vom traditionsreichen Champagnerhaus Piper-Heidsieck stammte. Das Unternehmen wurde bereits 1785 von Florens-Louis Heidsieck im französischen Reims gegründet. "Das ist eine hochqualitative Marke", betonte die Expertin.

Auch der Designer des Kübels war auf dem Objekt verewigt: der spanische Künstler Jaime Hayon. Expertin Raßbach fand es zudem "großartig", dass sich der renommierte Möbeldesigner bei seinem Entwurf an prunkvollen Vorbildern aus dem 18. Jahrhundert orientiert hatte. Damals waren die Kühlgefäße aber aus Silber oder Gold.

Dabei handelte es sich um ein Werbemittel der Firma Piper-Heidsieck, das speziell für Messeauftritte produziert und nie frei verkauft wurde. Eine genaue Stückzahl war Raßbach zwar nicht bekannt, sie ordnete das Sammlerstück jedoch auf das Jahr 2006 ein. Leider fand sie auch Kratzer im Inneren, aber mit Eis und Champagner "sieht das kein Mensch".

Für ihren Flohmarktfund wünschte sich die Verkäuferin Romaine gerade mal 50 Euro. Expertin Raßbach taxierte den Wert aber höher auf 130 bis 180 Euro. Ausschlaggebend war vor allem der renommierte Champagnerhersteller sowie das Design von Jaime Hayon. Auch Lichter ahnte: "Liebhaber zahlen vielleicht sogar mehr ..."

"Dafür bekommt man den Kübel fast in Silber"

Und dass sich im Händlerraum einige Liebhaber französischen Champagners befanden, wurde schnell deutlich. Kaum entdeckte Julian Schmitz-Avila den Namen Piper-Heidsieck auf dem Kühler, gab er offen zu: "Den trink ich." Doch auch Walter Lehnertz zeigte sofort Interesse an dem außergewöhnlichen Stück, denn: "Ich habe bald eine Veranstaltung."

"Das wäre genau das richtige Ding zum Kühlen", fuhr Lehnertz fort. Die Verkäuferin reagierte amüsiert und meinte schmunzelnd: "Wenn der Preis stimmt." Der Händler setzte auf die Nähe zwischen der Eifel und Luxemburg und hoffte, "dass wir zwei klarkommen". Doch die Verkäuferin blieb gelassen und erwiderte: "Mal schauen."

"Viel schlimmer sind eh meine Kollegen", konterte Lehnertz und Schmitz-Avila flüsterte ein zustimmendes "Ja!". Doch das Startgebot kam dann doch von einem anderen Händler. Wolfgang Pauritsch bot als erster 50 Euro. Danach folgte Lehnertz mit seinen 80 Euro. Doch auch der Rest der Händlerrunde bot gleich fleißig mit.

Nach und nach verabschiedeten sich die ersten Händler aus dem Bietergefecht: Erst Susanne Steiger, kurz darauf auch Wolfgang Pauritsch und als Schmitz-Avila schließlich 240 Euro bot, gab auch Jos van Katwijk auf. "Ich hätte ihn gern", verkündete Schmitz-Avila selbstbewusst. Doch Lehnertz war als hartnäckiger Gegner noch im Rennen.

So entwickelte sich schließlich ein hitziges Duell zwischen Lehnertz und Schmitz-Avila, das Händlerin Steiger begeistert kommentierte: "Spannend." Lehnertz gab dabei offen zu: "Das Schlimme ist, wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe." Und Wolfgang Pauritsch ergänzte den Satz passend: "Dann tut es finanziell weh."

Lehnertz erhöhte auf 340 Euro und Schmitz-Avila schnaufte: "Dafür bekommt man den Kübel fast in Silber", erhöhte aber noch auf 350 Euro. Lehnertz folgte mit 360 Euro und erhielt endlich den Zuschlag. Schmitz-Avila war ein fairer Verlierer und versprach sogar: "Waldi, zum nächsten Event bringe ich dir eine Flasche mit" - doppelter Sieg für Lehnertz.

"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung

Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Porzellan-Bild des Malers Franz Wagner von Bianca Berding zwischen 1890 und 1918 datiert. Für das handbemalte Kunstwerk der Manufaktur in Berlin KPM wurden 800 bis 1.000 Euro gewünscht. Die Expertin schätzte nur 300 bis 400 Euro und Wolfgang Pauritsch zahlte 350 Euro.

Eine Schleifenbrosche bezeichnete Patrick Lessmann als geometrischen Art-déco-Schmuck, den er in den 1930er-Jahren datierte. Für die Brosche mit Diamanten (1,1 Karat) aus Platin wünschte sich die Verkäuferin 400 Euro, der Experte taxierte 900 bis 1.100 Euro und Susanne Steiger zahlte 1.000 Euro.

Eine Kaskadenleuchte erinnerte an die Space-Age-Ära in den 1970er-Jahren, wies aber keinen Hersteller-Vermerk auf. Der Wunschpreis lag bei 600 Euro, doch aufgrund des fehlenden Designer-Namens schätzte Annika Raßbach nur 200 bis 280 Euro. Jos van Katwijk zahlte schließlich 230 Euro.

Eine Kupferdruckplatte als frühe Geschäftskarte eines bekannten Schmuck-Händlers aus Paris datierte Bianca Berding von 1750 bis 1785. Gewünscht wurden 100 Euro. Die Expertin taxierte aber 300 bis 500 Euro. Am Ende zahlte Jos van Katwijk 260 Euro.

Quelle: teleschau – der mediendienst