Steffen Henssler gehen die Gegner aus. Bei "Grill den Henssler" (VOX) konnten ihn nicht mal Sterneköche besiegen. Da träumte der Grillkönig mal kurz von seinen Wunschgästen. Einer kommt eher nicht infrage.
Nein, es war alles andere als langweilig. Aber am Ende siegte Steffen Henssler bei "Grill den Henssler" (VOX) dann doch wieder 89:84. Und zwar nicht gegen Promis, die vielleicht erstmals ein Kartoffelschälmesser sehen, sondern gegen echte Profis. Beim Special kochte Henssler die Sterneköche Daniel Gottschlich, Max Stiegl und Ali Güngörmüş ab.
Da der "Koch-King" auch so ziemlich jedem Promi zwischen Ross Antony und Stefano Zarrella schon mindestens einmal erfolgreich einheizte, gehen ihm offenbar so langsam die Gegner aus. Da darf man schon mal von Wunschgegnern träumen. Weil Henssler beim Zubereiten von Saubohnen mit Schweinebauch und Blutwurst (Vorspeise) noch viel Zeit zum Smalltalk hatte, fragte ihn Moderatorin Laura Wontorra, ob er noch einen besonderen Promi-Wunsch hätte - und brachte auch gleich einen selbst ins Spiel: "Stefan Raab? Der neue Freund des Hauses? Der könnt doch mal vorbeikommen."
Henssler war weder überrascht noch abgeneigt, aber: "Ja, klar, aber der kocht nicht so gerne. Der ist zwar gelernter Metzger, aber der kocht nicht gerne, glaub ich." Und wenn's dann nur Mettbrötchen gäbe, "wäre es doch ein bisschen wenig für die Sendung".
Disput in der Jury: Jana Ina Zarrella droht Joachim Llambi mit der Gabel
Konkreter Wunsch von Henssler: "Die beiden Jungs vom 'Tatort' hätte ich mal gerne, Jan Josef Liefer und Axel Prahl als Duo. Da könnten wir ein 'Tatort'-Special machen." Der "Münsteraner Tatort" sei auch sein liebster "Tatort". Nur leider könne er den ja oft nicht sehen, weil "ich guck ja immer 'Grill den Henssler'".
Das Kochcoach-Special geriet zum multiplen Schlagabtausch. Während am Herd eher elegant und mit Raffinesse mit dem Florett gefochten wurde, kam beim verbalen Duell ab und an auch die Machete zum Einsatz. "Komm her, du osmanische Filzlaus", rief Henssler vor dem finalen Dessert-Gang seinem langjährigen Weggefährten und Koch-Buddy Ali Güngörmüş zu.
Als sich Juror Alexander Herrmann erdreistete, Henssler beim Impro-Gang die "Feinfühligkeit" abzusprechen, wurde es auch laut. Herrmann meinte, Hensslers Gericht (aus Seezunge, Rettich, Kartoffeln, Koriander) habe "den Charme von wenn in der Nordsee der Kaviar aus ist und wir was mit Seezunge machen und schauen dann, ob's asiatisch wird". Da blökte Henssler hinter der Trennwand: "Alter, Junge! Deine Mutter arbeitet bei Nordsee - als Geruch!" Selbst Herrmann lachte laut, aber der Gang ging 18:14 an die Profiköche.
An der überbordenden Frotzelei beteiligten sich auch die Juroren. Joachim Llambi zickte Jana Ina Zarella an. Als ihn Wontorra warnte "Leg dich nicht mit einer Brasilianerin an", blieb Llambi cool: "Die kochen auch nur mit Wasser. Und war da nicht mal was? Haben die nicht mal was 7:1 verloren?" In der alten Wunde des WM-Debakels von 2014 zu bohren, fand Zarrella unschicklich. Sie bedrohte Llambi mit der Gabel: "Junge, das ist deine erste Staffel. Noch bin ich nett."