2024 sah man Rosalie Thomass in zwei Mystery-Filmen unter dem Titel "Wäldern". Nachdem der erste am Mittwoch vor einer Woche wiederholt wurde, folgt nun "Wäldern - Das Böse in den Spiegel". in einer kleinen Gemeinde des Bergischen Lands verschwinden Kinder. Im November folgen zwei neue Filme.
Regisseur und Co-Autor Till Franzen ("Weinberg") erschuf 2024 im Auftrag des WDR eine bis dato zweiteilige Mystery-Filmreihe unter dem Titel "Wäldern". Deren zweite Episode "Wäldern - Das Böse in den Spiegeln" wird nach dem Debütfilm vor einer Woche nun ebenfalls wiederholt. Mitte November laufen dann zwei neue "Wäldern"-Filme. Im Mittelpunkt steht Musiklehrerin und Wäldern-Rückkehrerin Lara Glanz (Rosalie Thomass). Handlungsort ist eine fiktive Gemeinde im nicht ganz so fiktiven Bergischen Land. Lara sucht weiterhin unermüdlich nach ihrer Nichte Magda, die von der Polizei bereits für tot erklärt wurde - und hat sich in Wäldern zugleich zu einer Ermittlerin in mysteriösen, unerklärlichen Fällen entwickelt.
Nun wendet sich Jochen Rust (Moritz Führmann) an Lara: Seine Tochter Merle (Tilda Jenkins) gilt seit der Flutkatastrophe im Ahrtal als vermisst. Während seine Frau Verena (Judith Bohle) sich mit dem Gedanken abgefunden hat, dass Merle tot ist, hält Jochen unbeirrt daran fest, dass seine Tochter noch lebt, und bittet Lara um Unterstützung. Diese ist trotz aller Anteilnahme zunächst ratlos, wie sie helfen soll. Dann jedoch steht Merle plötzlich wieder da - durchnässt und wie aus dem Nichts im elterlichen Garten. Doch das Mädchen wirkt verändert: Ihre Worte klingen zärtlich und vertraut, während ihre Bewegungen durch das vertraute Zuhause seltsam mechanisch und fremdgesteuert erscheinen.
Pluspunkt Rosalie Thomass
"Wäldern" erfindet das Grusel-Genre nicht neu, sondern stützt sich fast ein bisschen zu sehr auf altbewährte Elemente: dunkle Wälder und heruntergekommene "Lost Places", Kinder, die verschwinden und wieder auftauchen, dann aber seltsam verändert wirken. Dazu gibt es ein paar "Jump Scares" mit gruseligen Gestalten. Auch die Dialoge wirken manchmal ein bisschen wie von von der Mystery-Stange. Das Schauspiel-Ensemble, das diese Schauermär aus dem Bergischen Land überzeugend rüberbringt, muss man allerdings loben: Rosalie Thomass, die unmittelbar vor ihrem Debüt als neue "Tatort"-Kommissarin in Franken (mit Fabian Hinrichs) steht, macht hier mal wieder einen prima Job.
Die 39-jährige Münchnerin überzeugt zu 100 Prozent - auch mit individueller Garderobe - als sensible, aber kämpferische Einzelgängerin auf unsicherem Terrain mit vielen seltsamen Menschen. Man darf gespannt sein, wie - und in welcher Qualität - die stimmungsvolle, aber inhaltlich eher durchwachsene Reihe nach zwei Jahren Pause fortgesetzt wird. Nach den Filmen eins und zwei blieben viele Fragen offen. Zumindest diese sollten nun geklärt werden - oder man muss eben weiterdrehen. Ein nicht ganz unbekanntes "Schicksal" für Fans von Mystery-Reihen.
Wäldern - Das Böse in den Spiegeln - Mi. 16.09. - ARD: 20.15 Uhr
Quelle: teleschau – der mediendienst