Politologin spricht nach US-Midterms bei Lanz von einer "Anti-Trump-Wahl"

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"Markus Lanz"
Politologin Cathryn Clüver Ashbrook wagte bei "Markus Lanz" einen Blick in die Zukunft nach den US-Zwischenwahlen.
ZDF / Markus Hertrich

Nach den historischen US-Zwischenwahlergebnissen sah Politologin Cathryn Clüver Ashbrook die Machtverschiebung nicht als Selbstläufer für die Demokraten. Bei "Markus Lanz" machte sie deutlich, dass jetzt vor allem Ergebnisse zählen - und die Partei liefern muss, was sie versprochen hat.

Bei "Markus Lanz" analysierten Gäste wie Politologin Cathryn Clüver Ashbrook die jüngsten Ergebnisse der US-Zwischenwahlen. Nach dem Sieg der Demokraten wollte Lanz konkret wissen: "Ist es das Ende dieser Präsidentschaft?" Politologin Cathryn Clüver Ashbrook nickte zwar, reagierte jedoch vorsichtig: "Ja, es ist zumindest eine Drohgebärde gegen diesen Präsidenten." Laut Clüver Ashbrook wollten viele US-Bürger "Donald Trump einen Denkzettel verpassen".

"Es war im ersten Moment tatsächlich eine Anti-Trump-Wahl", so die Politologin. Zu den möglichen Gründen sagte sie: "Er hat die Institutionen entkernt, er hat die Funktionen der Demokratie entkernt. Er hat so viel Macht auf das Weiße Haus zentriert. Das wollten die Amerikaner nicht mehr." Lanz reagierte optimistisch: "Ist das nicht eigentlich eine echt gute Nachricht?" Autor Jörg Wimalasena stimmte zu, mahnte jedoch auch: "Jetzt hat Trump mit dem Irankrieg für eine riesen Inflationskrise gesorgt. Es gibt auch eine riesen Gesundheits-Finanzierungskrise. (...) Das sorgt dann für solche Wahlergebnisse, die sie jetzt sehen."

Der Autor warnte jedoch vor zu viel Optimismus in Bezug auf die Demokraten und gab zu bedenken: "Man kann jetzt keine Gesetze verabschieden, weil der Präsident immer noch Trump heißt und er natürlich ein Veto gegen alles einlegen kann." Wimalasena ergänzte: "Das Dümmste, was man jetzt machen könnte, ist jetzt wieder irgend so ein Impeachment - also so ein Amtsenthebungsverfahren - anzustrengen mit irgendeinem Thema, das niemanden interessiert."

Die Demokraten seien laut des Autors mit dem Versprechen angetreten, die "Lebenshaltungskosten zu senken. Das ist die Agenda, mit der sie jetzt die Wahl gewonnen haben. Das ist die Agenda, die sie jetzt natürlich auch verfolgen müssen". Cathryn Clüver Ashbrook stimmte zu und ergänzte: "Die Demokraten haben stark die Bringschuld. Und die Republikaner müssen sich zeitgleich neu erfinden. Im Land wird es die nächsten paar Monate und Jahre ordentlich rumoren."

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Quelle: teleschau – der mediendienst