Die Marke Chopard war im Raum natürlich bekannt und wurde gelobt. Aber diese Art von Uhren aus den 1960ern waren häufig am Markt zu finden, erklärte Schmitz-Avila. Elke Velten und Liza Kielon boten dennoch bis 4.000 Euro mit - der Goldwert war also erreicht. Schmitz-Avila erhöhte noch auf 4.050 Euro.
"4.100 Euro kann man noch machen", erklärte Velten, als sie die Uhr am Handgelenk bewunderte: "Eigentlich sieht sie wirklich sehr hübsch aus." Das fand auch ihre Kollegin Kielon: "Sieht toll aus." Doch höhere Gebote von ihr blieben aus, "denn leider ist die Nachfrage nicht mehr so groß", so Kielon. Schmitz-Avila erhöhte aber noch auf 4.150 Euro.
"Wäre es ein 'Chopard'-Ring, würden wir ihnen den meistbietend unter den Nägeln wegziehen", führte Kielon aus. Velten meinte sogar zur Verkäuferin: "Den würden sie aber wahrscheinlich selbst gerne tragen." Doch Schmuckuhren aus diesem Jahrzehnt waren einfach nicht mehr modern und so beschloss Kielon: "Da bin ich raus."
Schmitz-Avila führte also mit 4.150 Euro und überlegte schon, vielleicht einen Farbstein anstatt dem Uhrwerk in das Armband setzen zu lassen. Das Verkäufer-Paar stimmte letztlich zu, denn sie fanden Schmitz-Avilas Gebot "einen ganz tollen Preis". Nach der Sendung bestätigten sie noch mal voller Freude: "So viel haben wir nie erwartet."
"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weiteres Objekt der Sendung wurde eine auf dem Flohmarkt gekaufte Buttermaschine von Detlev Kümmel auf 1910 bis 1920 datiert. Für das frühe Miele-Gerät wünschte sich der Verkäufer 30 Euro, geschätzt wurden 50 bis 100 Euro und Händler Markus Wildhagen zahlte schließlich 120 Euro.
Drei Rosenthal-Künstler-Teller von Eduardo Paolozzi, Tom Wesselmann und Salomé datierte Colmar Schulte-Goltz in die 1980er-Jahre. Der Wunschpreis lag bei 100 Euro, der geschätzte Wert bei 240 bis 300 Euro und Händler Markus Wildhagen kaufte die limitierten Teller (je 3.000 Stück) schließlich für 200 Euro.
Eine geerbte Brosche datierte Expertin Horz auf 1890 bis 1900 und in dem Porträt eine idealisierte Darstellung von Schönheit, keine konkrete Person. Der Wert für das Schmuckstück aus 585er Gold mit Perlen und Rubinen wurde auf 450 bis 500 Euro geschätzt, gewünscht wurden zwar 600 Euro, doch Christian Vechtel zahlte schließlich 400 Euro.
Reservistika (Krug und eine Feldflasche) um 1911 schätzte Experte Detlev Kümmel auf 450 bis 550 Euro. Für die Erinnerungsstücke aus der Reservistenzeit ihres Ur-Großvaters wünschten sich die Brüder 700 bis 750 Euro, doch im Händlerraum zahlte Christian Vechtel nur 400 Euro für beide Stücke.
Quelle: teleschau – der mediendienst