Linda Zervakis moderiert Grimme-Gala: Preise für Golineh Atai, Frank Elstner - und RTLZWEI

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Moderatorin Linda Zervakis
Linda Zervakis moderiert die diesjährige Verleihung der Grimme-Preise in Marl.
IMAGO / Horst Galuschka
Golineh Atai
Journalistin Golineh Atai wird für ihre Berichterstattung aus dem arabischen Raum ausgezeichnet.
ZDF / Jana Kay
Frank Elstner
Einen der Grimme-Sonderpreise erhält TV-Legende Frank Elstner.
2024 Getty Images/Andreas Rentz
Grimme-Preis 2026
In vier Haupt- und mehreren Sonderkategorien wird der renommierte Preis vergeben.
ZDF/Sven Schlüter

Mitreißende Storys, große Unterhaltung, kreative Talente: Der Grimme-Preis zeichnet auch in diesem Jahr die herausragendsten Produktionen im deutschen Fernsehen aus. Moderiert wird die Gala diesmal von Linda Zervakis, 3sat zeigt eine zweistündige Zusammenfassung.

Wie herausragend Fernsehen hierzulande sein kann, demonstriert der Grimme-Preis Jahr für Jahr. So auch in diesem: Abermals werden die eindrücklichsten und unterhaltsamsten Produktionen im deutschsprachigen Raum prämiert, samt der kreativen Köpfe dahinter. Die Verleihung des 62. Grimme-Preises findet wieder im nordrhein-westfälischen Marl statt, moderiert wird die große Gala von Linda Zervakis. Die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin, die seit fünf Jahren für ProSieben tätig ist, präsentiert die Gewinnerinnen und Gewinner der vier Hauptkategorien und Sonderpreise. 3sat zeigt eine zweistündige Zusammenfassung der Höhepunkte.

Die Preisträger der Gala, die von TV-Ikone Helmut Zerlett und Band musikalisch untermalt wird, stehen wie immer bereits fest: Die Auszeichnungen in der Kategorie "Fiktion" gehen in diesem Jahr an "Die Affäre Cum-Ex", "Tschappel" (beide ZDF), den ARD-Film "Die Nichte des Polizisten" und den HR-"Tatort - Dunkelheit"; in der Kategorie "Information & Kultur" prämiert werden die Dokus und Reportagen "Das leere Grab" (ZDF), "Petra Kelly - Act Now!" (rbb/BR/RB/ARTE), "Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges" (ARTE/ZDF) sowie die RTLZWEI-Produktion "Hass.Hetze.Hoffnung", die sich mit dem Mord an einer chinesischen Studentin auseinandersetzt. Für seine laut Jury "zeitgemäße Dekonstruktion des Sisi-Hypes" geht der Fiktion-Spezialpreis an den ZDF-Film "Unterwegs im Namen der Kaiserin".

Mai Thi Nguyen-Kim für ihr ZDF-Format "MaiThink X - Die Show", Marie Lina Smyrek für ihre ZDF/funk-Produktion "smypathisch - die show" sowie die Amazon-Mockumentary "Gerry Star" erhalten die Preise im Bereich "Unterhaltung". Als beste Kinder- und Jugendformate werden "Grüße vom Mars", "Ellbogen", Spezial: Die Darsteller von "Der talentierte Mr. F" ausgezeichnet.

"Fehlt es hier an Mut?"

Zudem werden wie immer einige besondere Preise verliehen: Golineh Atai erhält den Grimme-Preis für die "Besondere Journalistische Leistung" - ausgezeichnet wird die ZDF-Journalistin laut Begründung für "ihre ruhig erzählten und analytisch herausragenden Berichte aus der arabischen Welt". Die Apple-Krankenhausserie "KRANK Berlin" bekommt den Preis der Studierendenjury, der Publikumspreis der Marler Gruppe geht an die ZDF-Animationsserie "Lenas Hof". Derweil erhält Fernsehlegende Frank Elstner die "Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands".

Der aktuelle Grimme-Jahrgang zeige, "wie vielfältig im deutschen Fernsehen aktuelle Themen der Zeitgeschichte wie Rassismus, Rechtsradikalismus und die prekäre Lage des Gesundheitssystems, aber auch neuere deutsche Geschichte erzählt werden", kommentiert die Direktorin des Grimme-Instituts, Çiğdem Uzunoğlu, die diesjährigen Preisträger und -trägerinnen. Dabei gibt sie sich mit Blick auf fehlende Themen auch kritisch: "Die Kriege in Europa und im Nahen Osten kommen nicht vor, ebenso die Klimakrise. Fehlt es hier an Mut?"

Verleihung des 62. Grimme-Preises 2026 - Fr. 24.04. - 3sat: 22.25 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst