Der Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle sorgte am Dienstagabend auch bei "Markus Lanz" für Alarm. CDU-Politiker Karsten Wildberger ordnete den Vorfall als ernstes Warnsignal ein und betonte, wie kritisch die Lage sei.
Bei "Markus Lanz" bezog CDU-Politiker Karsten Wildberger Stellung zu den neuen Erkenntnissen im Fall der Sprengstoffdrohne, die Anfang August am Leipziger Flughafen gefunden wurde. Dazu wollte der Moderator konkret wissen: "Sind wir in einer Art Krieg mit Russland?" Wildberger antwortete ehrlich: "Selbstverständlich. Es ist eine andere Art der Kriegsführung, die vermeintlich unterschwellig läuft, aber trotzdem in ihrer Wirkungsweise sehr ausgeprägt ist." Wie Wildberger betonte, handle es sich bei Cyber-Attacken sowie der Verbreitung von Desinformationen um "eine moderne, neue Form der Kriegsführung".
Lanz hakte prompt nach und wollte wissen, wie gut die Vorbereitung Deutschlands sei, wenn es um Drohnenangriffe gehe. Karsten Wildberger blieb jedoch vage: "Wenn ich mir (...) anschaue, mit welcher Geschwindigkeit sich Deutschland gerade verändert und vorbereitet, dann muss ich sagen, passiert so viel wie lange nicht. Das ist jetzt ein Prozess. Wir müssen natürlich noch mehr tun, (...) aber es ist viel auf dem Weg."
Der ZDF-Moderator zeigte sich unbeeindruckt: "Das ist jetzt nicht die Antwort, die ich eigentlich haben wollte." Er stellte klar: "Wenn das Ding explodiert wäre, hätte es ein Inferno am Flughafen Leipzig/Halle gegeben!" Karsten Wildberger stimmte zu: "Selbstverständlich ist die Situation außerordentlich kritisch gewesen." Gleichzeitig erklärte der CDU-Minister, dass Deutschland gerade "in hoher Geschwindigkeit" technisch aufrüste.
Lanz hakte nach: "Was machen wir denn da?" Der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung antwortete knapp: "Drohen-Abwehrsysteme beispielsweise." Als Lanz nach konkreten Details fragte, zeigte sich Wildberger jedoch verhalten und sagte: "Ich beschränke mich auf das, was meine Ressortverantwortung ist (...) und werde jetzt hier nicht diese Grenze überschreiten."
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Quelle: teleschau – der mediendienst