Spurlos verschwunden - wo ist die Tochter des designierten LKA-Präsidenten?

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Tod im Internat (1)
Der Zweiteiler "Tod im Internat" erzählt eine komplexe Geschichte: Die LKA-Ermittler Isabell Mosbach (Nadja Uhl) und Julian Sellinger (Hanno Koffler) müssen die Tochter ihres designierten Chefs finden.
ZDF / Reiner Bajo
Tod im Imternat (1)
Die unter dem Decknamen Karla Parker als Lehrerin ins Internat geschleuste Ermittlerin (Nadja Uhl) lässt sich von den Schülern (Valentino Fortuzzi) nicht auf der Nase herumtanzen.
ZDF / Reiner Bajo
Tod im Internat (1)
Die Tochter von Susanne (Karoline Eichhorn) und Herbert Wichert (Joachim Król) ist verschwunden. Im Hintergrund: die ermittelnden Kommissare Sellinger (Hanno Koffler) und "Sportlehrerin" Karla Parker (Nadja Uhl).
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Tod im Internat (1)
Freizeitgestaltung im Elite-Internat: Schüler Felix (Valentino Fortuzzi, rechts) filmt Till (Merlin Rose) und Sophie (Emma Drogunova), die später verschwindet, bei Schießübungen. Stecken Schüler dahinter?
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Tod im Internat (1)
Zwei, die sich gut verstehen: Die Ermittler Sellinger (Hanno Koffler) und Undercover-Fahnderin Isabell Mosbach alias Karla Parker (Nadja Uhl) müssen ihren Erfahrungsaustausch möglichst unbemerkt praktizieren.
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Tod im Internat (1)
Isabell (Nadja Uhl) findet Merkwürdiges im Nachlass ihrer Mutter. Eigentlich bräuchte sie Zeit, sich darauf zu konzentrieren, doch sie ist als Undercover-Ermittlerin an einem wichtigen Fall dran.
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Tod im Internat (1)
Lebt ihre Tochter noch? Susannes (Karoline Eichhorn) und Herberts (Joachim Król) einziges Kind ist spurlos aus dem Internat verschwunden.
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Tod im Internat (1)
Schatten der Vergangenheit: Herbert Wichert (Joachim Król, links) trifft auf einen alten Weggefährten (Martin Feifel). Weiß er etwas über das Verschwinden von Wicherts Tochter?
ZDF / Reiner Bajo

Im Rahmen des Krimisommers wiederholt 3sat an zwei aufeinanderfolgenden Freitagen einen mit Nadja Uhl und Hanno Koffler starbesetzten Kriminalthriller, dessen komplexe Erzählung und Themenvielfalt mitunter allerdings etwas konstruiert wirken.

Die Welt eines abgelegenen Elite-Internats, politische Ränkespiele alter Ost-West-Seilschaften, westdeutsche Altlinke und ihre gewalttätige Vergangenheit und natürlich einige Eltern-Kind-Geschichten. Der von der Journalistin Frauke Hunfeld geschriebene Zweiteiler "Tod im Internat" von 2017 erzählt viele Geschichten, wirkt dabei aber ein wenig überfrachtet. Man muss sich konzentrieren, um in diesem 210 Minuten langen deutschen Politthriller nicht den Faden zu verlieren. Nadja Uhl spielt eine "undercover" als Lehrerin in ein Internat eingeschleuste LKA-Ermittlerin, die das Verschwinden der Tochter ihres zukünftigen Chefs (Joachim Król) aufklären soll. 3sat wiederholt die beiden Teile am diesem und am Freitag,, 26. Juni, im Rahmen des 3satKrimisommers.

Sophie (Emma Drogunova), die Tochter des designierten LKA-Präsidenten (Król), verschwindet aus dem Elite-Internat "Erlengrund" in der Nähe Frankfurts. Polizistin Isabell Mosbach (Uhl), die selbst früher das Internat besuchte, wird als neue Sportlehrerin in der Lehranstalt etabliert. Über ihren Kollegen Julian Sellinger (Hanno Koffler) hält sie Kontakt zur ermittelnden Behörde.

Eigentlich war die alleinstehende LKA-Ermittlerin gerade mit der Nachlassverwaltung ihrer Mutter beschäftigt. Der Trip in die eigene Vergangenheit löst in Isabell Gefühle und Erinnerungsbilder aus, die sie zeitweise verstören. Vor allem, als sie bemerkt, dass in "Erlengrund" auch heute wieder junge Leute mit ihrem Leben kämpfen. Bald gibt es einen Todesfall an der Schule, der die Ermittlungen noch komplizierter macht ...

Die Last der unausgesprochenen Vergangenheit

Nein, um Missbrauch von Schülern geht es nicht in diesem Film - dafür aber um ein halbes Dutzend andere große Gesellschaftsthemen, mit denen im anspruchsvoll anmutenden deutschen Kriminalfilm gerne gespielt wird. Auf einer zweiten Ebene hinter diesen Handlungssträngen geht es um die Last der unausgesprochenen Vergangenheit, die auf künftige Generationen übertragen wird und auf ihnen lastet. Und es gibt gleich mehrere kriminalistische Rätsel zu lösen, die Isabell Mosbach und Julian Sellinger ins Schwitzen bringen.

Das alles wird den Menschen vor den Bildschirmen solide und von vielen guten Schauspielern nahegebracht, darunter Joachim Król, Martin Feifel, Oliver Stokowski und Max Hopp. Dennoch könnte man beim Zuschauen auf die Idee kommen, hier habe jemand sehr lange Karteikarten mit Handlungssträngen hin und hergeschoben, um sehr viele Ideen und Themen irgendwann halbwegs rund zu bekommen.

Drehbuchautorin Frauke Hunfeld, die seit den 90er-Jahren hauptberuflich als Korrespondentin in Leipzig, New York und Berlin unter anderem für den "Stern" arbeitete, hat sich mit ihrem Thriller-Rundumschlag bisweilen ein bisschen zu viel vorgenommen. Der mit 210 Minuten lang wirkende Thriller fordert indes aber fraglos die kriminalistische Intelligenz des Zuschauers und regt zum Mitdenken an.

Tod im Internat (1) - Fr. 19.06. - ZDF: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst