Kein Kinderkram: Eine der besten Musikkomödien der letzten 25 Jahre läuft heute im Free-TV

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"School of Rock"
Mit seiner unkonventionellen Art gelingt es Dewey Finn (Jack Black, Mitte), seine Klasse für das Projekt "Rockband" zu gewinnen.
kabel eins / Paramount Pictures
"School of Rock"
Für Dewey (Jack Black) gibt es nur eine Sache, die wichtig ist: Rockmusik! Eines Tages landet er als Aushilfslehrer an einer Eliteschule ...
Paramount Pictures
"School of Rock"
Noch ahnt die überaus strenge Direktorin Mrs. Mullins (Joan Cusack) nicht, dass ihr Aushilfslehrer (Jack Black) keineswegs ein Pädagoge ist, geschweige denn weiß, wie man Didaktik schreibt ...
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"School of Rock"
Dewey (Jack Black) sei Dank: Von nun an stehen Headbangen, Rockgeschichte und lässiges Auftreten auf dem Stundenplan.
Paramount Pictures
"School of Rock"
"Und ihr drei seid die Groupies ..." - Dewey (Jack Black, rechts) teilt seine Band ein.
Paramount Pictures

Fach: Musik. Lehrer: Jack Black. Mit "School of Rock" steht beste Unterhaltung auf dem Stundenplan.

Als Exot im Blitzlichtgewitter wurde Jack Black spätestens mit Stephen Frears' "High Fidelity" (2000) bekannt. Der Kalifornier ist sich seines Hollywood-untypischen Äußeren durchaus bewusst: "Meine Agentin muss die beste von allen sein angesichts der Tatsache, dass sie eine solche Karriere aus diesem Körper und diesem Gesicht gequetscht hat."

Und was für eine Karriere! Seit mehr als 20 Jahren dreht der heute 56-jährige Familienvater durchschnittlich zwei bis drei Filme pro Jahr. Auch "School of Rock" (Samstag, 30. Mai, 20.15 Uhr, RTLZWEI) ließ 2003 die Kinokassen ordentlich klingeln. Fast das Vierfache der Produktionskosten bescherte der Komödienspaß den Machern. Kein Wunder, dass man nachlegen wollte. Gerüchte bezüglich eines Sequels kursieren seit Jahren, aber konkrete Pläne gibt es bis dato keine.

"School of Rock" von Richard Linklater ("Fast Food Nation") ist im Grunde ein Märchen, das gekonnt den Spagat zwischen Kinder- und Erwachsenenfilm vollzieht und perfektes Entertainment für alle bietet, die schon immer mal richtig cool sein wollten. Zumindest so cool wie Dewey Finn (Black). Der hat zwar in seinem Leben noch keinen müden Cent verdient, aber: "Ich diene der Gesellschaft, indem ich rocke." Als Gitarrist der Glamrock-Formation No Vacancy geht er seiner Leidenschaft für überlange Soli und waghalsige Stagedive-Einlagen nach, bis die Schwarte kracht.

Grandiose One-Man-Show von Jack Black

Genau das aber missfällt seinen aufgetakelten Bandkollegen, die ihn kurzerhand vor die Tür setzen. Als ihn auch noch die spießige Freundin seines Mitbewohners Ned Schneebly (Drehbuchautor Mike White überzeugt als rückgratloses Weichei) vor die Wahl stellt, entweder die Miete zu zahlen oder auszuziehen, erkennt selbst Dewey, dass die Stunde für die Jobsuche geschlagen hat.

Kurzerhand gibt er sich für Ned aus und springt als Aushilfslehrer an der Horace Green Eliteschule ein - ungläubig beäugt von der ultrakorrekten Schulleiterin Rosalie Mullins (Joan Cusack als überkandidelt-verklemmte Jungfer). Und weil Rocken das Einzige ist, von dem Dewey etwas versteht, stehen für die gedrillten Musterschüler von nun an Headbangen, Rockgeschichte und lässiges Auftreten auf dem Stundenplan.

Es stimmt einfach alles an diesem liebenswerten Bastard aus Erfolgsgeschichte und warmherzigem Kinderfilm, der ganz und gar auf den Charme seines ungewöhnlichen Helden setzt - nicht zuletzt deshalb, weil man Jack Black sowohl den Heavy-Metal-versessenen Taugenichts als auch den hingebungsvollen Lieblingsonkel mühelos abnimmt. Nicht von ungefähr liefert Black seine sensationelle One-Man-Show so ansprechend ab, schenkte er der Welt doch mit seinem zweiten Betätigungsfeld, der nicht ganz ernst gemeinten Crossover-Band Tenacious D, so unvergessliche Songs wie "Tribute".

Quelle: teleschau – der mediendienst