Als absoluter Familienmensch kann Philipp am vierten Tag des "perfekten Dinners" in und um Passau auf die Unterstützung seiner Töchter zählen. Und was mit viel Liebe gekocht wird, schmeckt auch so ...
Philipp (35) wohnt mit seiner Familie und seinen Eltern in einem Mehrgenerationenhaus in Ortenburg. Als gelernter Zimmerer und beruflicher Bauleiter hat er alles selbst umgebaut. "Kochen tue ich nur zur Beruhigung", schwingt er gerne den Kochlöffel, um nach der stressigen Arbeitswoche runterzukommen. Isabella (36) lobt Philipps Kochkünste: "Ich hab noch nie so gut gegessen wie bei meinem Mann." Inspiration zum Kochen waren zum einen Jamie Oliver und zum anderen der Freibad-Kiosk seiner Oma: "Da bin ich schon als kleiner Bub dagestanden und habe Pommes genascht." Als Jugendlicher stand er dann selbst an der Fritteuse: "Das war so meine Leidenschaft."
Auf seine beiden Töchter ist er besonders stolz: "Es gibt nichts Besseres als Familie und Kinder." Auch die "Dinner"-Vorbereitungen geraten zum "Familienprojekt", denn Emilia (15) und Johanna (8) greifen ihrem Papa bei den Vorbereitungen fleißig unter die Arme. "Ich muss nicht gewinnen", bleibt Philipp bescheiden. "Ich habe dabei sein dürfen, ich habe vielleicht neue Freundschaften gekriegt." Trotzdem soll sein Menü mit dem Motto "Rauch, Schmor, Sünde" natürlich schmecken:
- Vorspeise: Fisch / Salat - Räucherlachs mit Pflücksalat und Baguette
- Hauptspeise: Schwein / Brezen / Wurzelgemüse - Schweinebäckchen mit Brezen-Quark-Knödel und glasierten Möhren
- Nachspeise: Cremig / fruchtig / kalt - San Sebastian Cheesecake mit warmer Himbeer-Erdbeer-Soße, Joghurteis und Früchten
Die Gäste wissen: Philipp kocht ohne Rezept. Außerdem rechnen sie mit bayerischer Küche. Womit sie nicht rechnen: dass Philipp sie in der Tracht im Hof an der Feuertonne begrüßt. "Es war wie gemalt", erfreut Kerstin (34) der erste Eindruck. "Ich hätte mir keinen besseren Empfang vorstellen können." Als Gastgebergeschenk verteilt Philipp an jeden einen Fleischwender mit Erinnerungs-Gravur, "komplett selber gemacht".
Lachs braucht eine Woche
Als Vorspeise hat sich Philipp selbst geräucherten Lachs mit Feldsalat und Meeresspargel überlegt: "Das ist mein Leibgericht zwischen Weihnachten und Neujahr." Lena (29) honoriert den Aufwand der Lachszubereitung, die fast eine Woche in Anspruch genommen hat: "Der Lachs war natürlich phänomenal." - "So einen zarten Lachs habe ich wirklich schon lang nicht mehr gehabt", stimmt Kerstin voll zu. "Der war exzellent." Auch Michael (55) findet die Vorspeise "unfassbar lecker".
Philipps Idee hinter dem Hauptgang: "Schweinebäckchen, weil die so schön klein sind." Da kann man noch Nachschlag nehmen oder freut sich über eine überschaubare Portion. Die Knödel gart Philipp in Tassen, eine kreative Idee: "Ich bin besonders, also muss es auch was Besonderes sein." Lena wundert sich über die spezielle Technik: "Das habe ich noch nie gesehen, dass einer einen Knödel aus der Tasse raustut." Gudrun (58) genießt das bayerische Soulfood: "Manchmal ist Knödel mit Soße auch schon Glück."
Beim Dessert "auf Wolke sieben"
"Das ist einfach mein Lieblingskuchen", begründet Philipp die Wahl des San Sebastian Cheesecakes ohne Mehl und ohne Boden. Außerdem widmet er ihn seiner Frau, die ihn ohne sein Wissen zum "perfekten Dinner" angemeldet hat. "Ich bin auf Wolke sieben", schlemmt sich Kerstin durchs Dessert.