Als Koch wurde Horst Lichter einst zum TV-Star. Daheim hat er hinterm Herd jedoch nichts zu sagen, wie er nun bei "Inas Nacht" verriet. "Total bescheuert" ist der 64-Jährige dagegen in einer anderen Haushaltsfrage.
Auch wenn man Horst Lichter heute vor allem als Moderator von "Bares für Rares" kennt, startete er ursprünglich als Koch durch. Doch trotz seiner langjährigen Tätigkeit hinterm Herd hat er daheim Pause. "Nada, meine Frau, kocht zu Hause", verriet er bei "Inas NachT" Und zwar immer und allein. "Zusammen kochen funktioniert bei uns nicht - wir sind beide Steinböcke."
Dafür hätten sie eine Besonderheit, die sie teilten: Sie sind putzsüchtig. "Da haben wir beide 'nen Schuss", meinte Lichter. Sie diskutierten öfter, "was ist da bei uns schiefgelaufen? Wir sind immer am Saubermachen." Nicht ohne Stolz ergänzte der 64-Jährige: "Du müsstest unseren Rasen sehen, der sieht besser aus als die meisten Teppiche. Ich habe alle Geräte. Ich bin komplett bescheuert."
Die Eigenheit hat wohl Folgen. Ob er denn Weihnachten von der Familie mit drei Kindern und acht Enkelkindern Besuch bekomme, wollte Müller wissen. Lichter lächelnd: "Gott bewahre! Wir haben eine schöne Wohnung."
Horst Lichter überlegte einst, Schreiner zu werden
"Warum ich Koch geworden bin, das verstehen die wenigsten", blickte Horst Lichter außerdem zurück. Denn es ging ihm nicht darum Sterne zu erkochen oder tolle Restaurants zu führen. "Ja, ich esse gerne und ich kann sehr gut kochen, aber ich war nie der Fetischist im Kochen, wie das meine Kollegen sind."
"Ich habe aus einem ganz anderen Grund Koch gelernt", erklärte Lichter. "Das ganze Leben dreht sich um einen Tisch. Ich habe es geliebt als Kind, wenn die Menschen am Tisch zusammengekommen sind." Oft zum gemeinsamen Essen. Lichter: "Ich wollte einfach, dass Menschen an einem Tisch zusammenkommen."
Daher habe er von klein auf nur zwei Berufswünsche gehabt: "Entweder ich werde Möbelschreiner und baue Tische. Oder ich werde Koch von dem, was auf den Tisch kommt. Es ging mir immer eigentlich um die Menschen." Mit 14 nahm er die Ausbildung zum Koch auf.
1990, mit 28 Jahren eröffnete Lichter dann doch eine Gaststätte, die er später zum "Restaurant Oldiethek" umgestaltete, in dem damals schon nicht nur lecker gegessen wurde, sondern bereits Trödel und Antiquitäten ausgestellt wurden. Als der WDR einen Bericht über seinen Laden produzierte, kam er erstmals mit dem Fernsehen in Berührung. Anfang der 2000er-Jahre stieg er bei "Kerner kocht" in die TV-Koch-Szene ein.