Dass Gunni ein bisschen durchgeknallt ist, hat die "Dinner"-Jubiläums-Truppe schon festgestellt. Irgendeinen Knaller erwarten die Gäste deshalb an Tag 3. Doch was genau Gunni sich ausgedacht hat, überrascht dann doch ...
Gunni (62) wohnt noch immer in derselben Berliner Wohnung wie bei ihrer ersten "Dinner"-Teilnahme 2008. Zum 20-jährigen Jubiläum erklärt sie: "Ich habe mindestens 1.000 Kochbücher und ganz viele Zeitschriften." Jedes ausprobierte Gericht wird bewertet: "Es kriegt Schulnoten von 1+ bis 6." So finden sich einige gute Speisen in ihrem Drei-Gänge-Menü wieder, wie die Mandel-Pfefferschotensuppe mit einer Note von 2+:
- Vorspeise: Mandel-Pfefferschotensuppe mit Walnuss-Ciabatta und Dattelcreme
- Hauptspeise: Maispoulardenbrust mit Ricotta-Estragon-Füllung, dazu Fenchel-Sahne-Gemüse, Gnocchi und Avocado-Mango-Salat
- Nachspeise: Palatschinken mit Topfenfüllung und Zwetschgenröster à la Mario Kotaska
Auch Gunni bekommt einen Überraschungsgast als Schnibbelhilfe ins Haus geschickt. "Mein Liebling ist Mario Kotaska", bei dem hat sie schon einen Kochkurs gemacht. Das Dessert ist auch von ihm - übrigens mit Note 1 bewertet. Zur allergrößten Freude kommt der Starkoch tatsächlich und schnibbelt gleich drauf los.
Als Chirurgin hat Gunni vor allem mit Organen zu tun. "Da gibt's auch Hämorrhoiden, schöne Abszesse. Also von oben nach unten einmal durch", beschreibt sie Kotaska ihren Arbeitsalltag. Frau Chirurgin verwendet auch in der Küche gerne Spritzen. Da wird Kotaska ganz anders - aber Gunni zieht nur die Balsamico-Reduktion zum späteren Dekorieren auf.
"Rhetorische Schnellfeuerwaffe" mit Berliner Schnauze
Als "rhetorische Schnellfeuerwaffe" bezeichnet Katrin (62) die heutige Gastgeberin, denn wenn sie mit ihrer Berliner Schnauze einmal anfängt zu reden, hört sie nur schwer wieder auf. Ees (42) bekommt schon beim Lesen Hunger: "Ich hab Bock auf dieses Menü." Dass Gunni als Chirurgin arbeitet, erstaunt Moritz (45) und Eik (54): "Die schneidet Leute auf!"
Bester Stimmung erklimmen die Gäste die Treppen zu Gunnis Wohnung. Die wartet schon mit einem Granatapfel Spritz. "Wenn was durchkam, fand ich den extrem lecker", kämpft Eik mit den Granatapfelkernen im Strohhalm.
Erst mal "Brüstchen anbraten"
Dass Gunni den Rand des Suppentellers dekorativ mit Balsamico bespritzt hat, bemängelt Katrin: "Der Rand gehört dem Gast, normalerweise lässt man da nichts drauf." Aber egal, die Suppe schmeckt trotzdem. "Die Vorspeise war sehr, sehr lecker", spricht Eik für alle.