Fußball war schon in Günther Jauchs eine seiner Leidenschaften. Blöd nur, dass seine Schwester ganz andere Interessen hatte - und entsprechend Konflikte beim TV-Programm heraufbeschwor. Eine Frage bei "Wer wird Millionär?" ließ den Moderator nun daran zurückdenken.
Sascha Christoph-Lubojanski aus Gülzow in Schleswig-Holstein ist 57 Jahre alt und somit deutlich jünger als Günther Jauch. Dennoch hatten sowohl der Kandidat als auch der 69-jährige Moderator Erinnerungen an eine Kult-TV-Serie. Diese gingen jedoch drastisch auseinander ...
Die 8.000 Euro-Frage lautete: "Welche Kultserie dreht sich um einen dreimal verwitweten Mann und seine drei Söhne?" Bonanza, Die Addams Family, Daktari, Die Waltons?" Sascha Christoph-Lubojanski, Logistiker in einem Maschinenbauunternehmen im Hamburger Hafen, verriet: "Daktari war eine meiner Lieblingsserien als Kind." Günther Jauch intervenierte energisch und gab preis, "Daktari" sei eine seiner "Hass-Serien als Kind" gewesen.
Der WWM-Moderator erklärte: Seine Schwester habe in der Kindheit jeden Samstag "Daktari" im ZDF sehen wollen, während er gleichzeitig vorfreudig die "Sportschau" in der ARD erwartete. "Und wir hatten nur einen Fernseher zu Hause. Das war eine schwere Zeit", klagte Jauch er. Das salomonische Urteil seiner Eltern lautete: Das TV-Programm alternierte im Wochen-Rhythmus - ohne Ausnahme, wie der RTL-Star zurückdachte: "Egal, welches Spitzenspiel lief!" Fast ging angesichts dieses Kindheitsdramas unter, dass die richtige Antwort eine der drei anderen Serien war: "Bonanza".
"Grausam, aber wahr": Günther Jauch ärgert Kandidat nach unnötigem Joker-Einsatz
Für 16.000 Euro war kulturelles Wissen gefragt: "Was zieht jährlich Hunderttausende Besucher nach Lascaux ins Vezere-Tal?" Kraterpoesie, Höhlenmalereien, Grottentheater, Grubenkonzerte? Sascha Christoph-Lubojanski glaubte zwar an Antwort B, "aber nachdem das hier ja so die Schisser-Schallmauer ist, würde ich das gerne absichern". Nach dem 50:50-Joker blieb er bei seiner Theorie. Richtig! Ohne Mitleid analysierte Günther Jauch: "Grausam, aber wahr: Den Joker hätten Sie sich sparen können." Um die 32.000-Euro-Hürde zu nehmen, tippte der Kandidat - mit der Hilfe des Publikums - richtigerweise auf die Spiegeleiqualle als Küstenbewohner Mallorcas.
"Die Idee zu welcher Geschichte kam dem Autor als er betrunken in einem Feld bei Innsbruck lag?" Die Antwort war 125.000 Euro wert. Zur Wahl standen: Per Anhalter durch die Galaxis, Die unendliche Geschichte, Der Herr der Ringe, Buddenbrooks. Der Telefonjoker tendierte zu "Buddenbrooks". Das war Sascha Christoph-Lubojanski zu unsicher. Statt der Antwort nahm er die 64.000 Euro. Gut so, denn er hätte "Der Herr der Ringe" vermutet. Richtig wäre aber "Per Anhalter durch die Galaxis" gewesen.
Überhandkandidatin Nadine Christmann aus Bocholt erspielte 8.000 Euro. Chrestien Delonge ging mit 64.000 Euro. 16.000 Euro erspielte Autobahnpolizei-Kommissar Kevin Sommerfeld. Moema Scocci aus darf kommende Woche um 1.000 Euro weiterspielen.
Quelle: teleschau – der mediendienst