Faszinierender Startschuss der europäischen Reiselust

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"Terra X: Orientexpress - Ein Zug schreibt Geschichte"
Für seine Vision vom Orientexpress setzte Georges Nagelmackers (Horvath Szabolcs) viel aufs Spiel.
ZDF/Leo Pinter
"Terra X: Orientexpress - Ein Zug schreibt Geschichte"
Im Bahnhof Sirkeci in Istanbul, wo der Orientexpress einst endete, erinnert noch heute ein Restaurant an den berühmten Fernzug.
ZDF/Moritz Herberg
"Terra X: Orientexpress - Ein Zug schreibt Geschichte"
Im Orientexpress reisten hoch angesehene Gäste wie der Schriftsteller Emond About (Tamasi Zoltan, links) und der Times-Chefreporter Henry de Blowitz (Hegedus d. Geza).
ZDF/Leo Pinter
"Terra X: Orientexpress - Ein Zug schreibt Geschichte"
Wie immer bei "Terra X" werden die geschilderten Ereignisse aufwändig bebildert.
ZDF/Leo Pinter
"Terra X: Orientexpress - Ein Zug schreibt Geschichte"
Auch Baudoin Nagelmackers, der letzte Nachfahre des Erfinders des Orientexpress, kommt in der Doku zu Wort.
ZDF/Adnane Korchyou

Nicht erst seit Agatha Christie regt der Orientexpress zum Träumen an. In der nun wiederholten Doku aus dem Jahr 2020 rollt Filmemacher Gerhard Rekel die Entstehungsgeschichte des Edelzugs für "Terra X" erneut auf.

In Zeiten hoher Spritpreise und allgemeiner Kerosinknappheit erleben Zugreisen durch Europa derzeit ein Revival. Zwar fällt der Effekt in Deutschland dank maroder Strecken und chronischer Verspätung deutlich schwächer aus, dennoch können sich Bahnfreunde auch hier bis 2028 etwa über eine Direktverbindung von Berlin nach Oslo freuen. Möglich gemacht hat diese Art zu reisen nicht zuletzt die revolutionäre Idee des Belgiers Georges Nagelmackers, der Ende des 19. Jahrhunderts den Orientexpress errichtete und dafür nicht nur seine Existenz aufs Spiel setzte, sondern sich auch gegen seine eigene Familie stellte. "Terra X" erzählt die ganze faszinierende Entstehungsgeschichte der sagenumwobenen Bahnverbindung zwischen Paris und Konstantinopel nun in der wiederholten Doku "Orientexpress - Ein Zug schreibt Geschichte" von Gerhard Rekel aus dem Jahr 2020 nach.

Ausgehend von der Premierenfahrt des Edelzugs am 4. Oktober 1883 ab Paris skizzieren Expertinnen und Experten wie der Eisenbahnhistoriker Dr. Rainer Mertens den damaligen Stand der Gesellschaft und Status der Eisenbahnsysteme nach. In 45 Minuten geht es um technische Errungenschaften wie die Erfindung des Speisewagens, aber auch um die gesellschaftliche Bedeutung der neu errichteten Bahnstrecke zur Völkerverständigung. Bebildert und aufgelockert wird das Ganze wie immer von anschaulichen Spielszenen. Dabei wird auch mit einem durch Agatha Christie geschaffenen Mythos aufgeräumt: Gemordet, so heißt es, wurde im Orientexpress angeblich nie.

Terra X: Orientexpress - Ein Zug schreibt Geschichte - So. 14.06. - ZDF: 19.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst