"Sie entschuldigen sich nicht": Comedian nimmt mit Parodie Gil Ofarim aufs Korn

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Mit digitaler Perücke und verstellter Stimme sorgt Comedian Jan van Weyde im Netz für Lacher. Als Gil Ofarim kommentiert er auch dessen Schweigen zum Antisemtismus-Skandal.

"Willkommen im DschunGil ...sorry - ich konnte nicht anders", betitelt Jan van Weyde sein Video auf Instagram. Hierin parodiert er den 43-jährigen Musiker Gil Ofarim, der seit dem 23. Januar im RTL-Dschungelcamp zu sehen ist. Schon vor Staffelbeginn hatte dieser für Schlagzeilen gesorgt, da mit seiner Teilnahme auch sein Antisemitismus-Skandal von 2021 wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt war.

Es stand die Frage im Raum, ob Ofarim sich zu seinen falschen Vorwürfen gegen Leipziger Hotelpersonal am Lagefeuer äußern würde. Doch auf ein ausführliches Statement warteten Zuschauer und Mitcamper vergebens. Auch das greift van Weyde auf.

Schweigen und brechen: Netz johlt nach van Weydes Ofarim-Parodie

Mit den Worten "Mäusele, wie alt bist du?" fängt die Parodie an. Van Weyde zitiert hier Ofarims Satz zu der 22-jährigen Mitkandidatin Ariel, die ihn aufgefordert hatte, über seinen falschen Vorwurf zu sprechen und nichts über seine Musiker-Karriere wusste. Er sei "weitaus mehr", als sie denke, führt der Comedian und Synchronsprecher fort. "Ich bin ein Mensch und die meisten scheinen das vergessen zu haben, sie entschuldigen sich nicht bei mir dafür. Das ist hart, aber ich komme klar", so die betont theatralische Rede.

Er sei in den Dschungel gekommen, "nicht um das Schweigen zu brechen, sondern um zu schweigen und zu brechen". Über 25.000 Likes erntet van Weyde mit dieser Parodie. "Hahah voll berührend" und "das ist genial" ist etwa zu lesen. Andere nehmen Ofarim in Schutz: "Hört doch mal auf und lasst ihn endlich in Ruhe, schämt ihr euch nicht? Sein Fehler ist Jahre her." Zu seinem Schweigen hat das Rechtsmagazin LTO Ofarims Anwalt Alexander Stevens befragt. Demnach gebe es eine Verschwiegenheitsklausel, nach der er sich verpflichtet habe, sich nicht zum Prozess zu äußern.

Er dürfe nie mehr über das Leipziger Hotel sprechen, stellt RTL klar. So soll das Hotel nicht immer wieder mit dem Davidstern-Skandal in Verbindung gebracht werden, klärt Rechtsanwalt Jan Siebenhüner gegenüber dem Sender auf. 

Vorschaubild: © Screenshot @jan_fun_weyde vom 25.01.2026