Die neue "Bergdoktor"-Staffel tischt zum Auftakt ein unmenschliches Dilemma auf

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"Der Bergdoktor"
Martin (Hans Sigl, links) konfrontiert Clara Meindl (Kathrin von Steinburg, M.) und ihren Mann Jakob (Tom Radisch) mit schockierenden Neuigkeiten. Ihr beiden Kinder sind schwer krank und brauchen eine Stammzellenspende. Doch die vorhandene Spende reicht nicht für beide ...
ZDF/Sabine Finger Fotografie
Ronja Forcher
Auch in der 19. Staffel des ZDF-Dauerbrenners wird Ronja Forcher als Lilli Gruber an der Seite von "Bergdoktor" Hans Sigl zu sehen sein.
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"Der Bergdoktor"
Nach dem Tod ihres Vaters Rolf hat Caro Pflüger (Barbara Lanz, links) noch einiges mit Ärztin Dr. Vera Fendrich (Rebecca Immanuel) zu klären. Auch "Bergdoktor" Martin hätte gerne Einblick in die Unterlagen.
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"Der Bergdoktor"
Mit wem telefoniert Hans Gruber (Heiko Ruprecht) denn da so euphorisch? Lisbeth Gruber (Monika Baumgartner, Mitte) und ihre Enkelin Lilli (Ronja Forcher) jedenfalls sind überrascht über seine gute Laune.
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"Der Bergdoktor"
Hans Gruber (Heiko Ruprecht) hat sich in die Bankerin Julia Andermatt (Nathalie Schott) verliebt. Da er nicht genau weiß, wie sie zu ihm steht, und er daher nicht zuviel Druck ausüben möchte, kommt es zu Missverständnissen zwischen ihnen.
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"Der Bergdoktor"
Der Teenager Noah Meindl (Levi Brandl, rechts) ist nicht gut auf seinen Vater Jakob (Tom Radisch) zu sprechen. Eigentlich sollte die ganze Familie in Ellmau neu anfangen, doch die Ehe der Eltern scheint zerrüttet, Jakob wird nach Salzburg zurückgehen.
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"Der Bergdoktor"
Clara Meindl (Kathrin von Steinburg, rechts) ist gerade mit ihren Kindern nach Ellmau gezogen. Als ihre Tochter Mia (Finja Leonie Meyer) an hohem Fieber erkrankt, ist sie alarmiert.
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"Der Bergdoktor"
Sei der letzten Staffel ist Lilli Gruber (Ronja Forcher) mit David Kästner (Frédéric Brossier), der Sprechstundenhilfe ihres Vaters Martin, liiert. Er stützt sie in dieser schweren Zeit nach dem Tod ihres Großvaters.
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"Der Bergdoktor"
Hans' Tochter Sophia Gruber (Ylvi Unertl, links) freundet sich schnell mit Mia Meindl (Finja Leonie Meyer) an, die gerade mit ihrer Familie von Salzburg nach Ellmau gezogen ist.
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Nach dem schockierenden Finale in Staffel 18 gehen "Der Bergdoktor" Martin Gruber und seine Familie aufgewühlt in die acht neuen Folgen der 19. Staffel. Während Lilli um ihren Großvater trauert und mit ihrer Tante im Clinch liegt, erkranken zwei junge Patienten von Martin schwer.

"Es ist so wild bei uns", verriet Schauspielerin Ronja Forcher im Interview mit "Bunte" am Rande der Dreharbeiten zur 19. Staffel des ZDF-Dauerbrenners "Der Bergdoktor" im Mai. Die acht neuen Folgen starten nun zur bewährten Sendezeit am Donnerstagabend und sind jeweils vorab in der Mediathek abrufbar.

Seit der ersten Folge im Jahr 2008 verkörpert Forcher Lilli, die Tochter des "Bergdoktors" Martin Gruber (Hans Sigl). In Staffel 19 wird ihr eine zentrale Rolle zukommen. "Ich habe das Gefühl, 'meine Lilli' sitzt in einem Schiff und wird von den Wellen von oben nach unten geschleudert", beschrieb Forcher die Situation ihrer Figur.

"Neuanfänge" lautet der Titel der Auftaktfolge, die nahtlos an das schockierende Finale der 18. Staffel anschließt. Und er ist Programm.

Eine Hochzeit und ein Todesfall

Zur Erinnerung: Nach einigem Auf und Ab in ihrer Beziehung sagten Martin und Karin (Hilde Dalik) so spontan wie glücklich "ja" zueinander. Dann der Schockanruf: Rolf Pflüger (Wolfram Berger), Lillis Großvater mütterlicherseits, ist tot. Er hatte während eines Streits mit seiner Tochter Caro (Barbara Lanz) einen Herzinfarkt erlitten.

Schon länger hatte es Spannungen gegeben, nachdem Rolf angekündigt hatte, die Führung seines Landhandels nicht seiner Tochter, sondern seiner Enkelin übergeben zu wollen. Großvater und Enkelin hatten sich sehr darauf gefreut, umso härter trifft Lilli nun Rolfs Tod. Neben der Trauer kommen Erb- und Familienstreitigkeiten auf sie zu. Denn Rolf hatte seinen Wunsch vor seinem Tod offenbar nicht schriftlich festgehalten.

Auch an den restlichen Grubers gehen die Nachwirkungen des Todesfalls nicht spurlos vorbei. "Das ist ja das Dilemma, in dem wir stecken: Wir wollen natürlich, dass unsere Figuren glücklich sind - aber dann ist es langweilig", sagte Forcher im Interview. "Es gibt ja den Spruch: 'Der Held darf nie ganz glücklich sein', und da ist was Wahres dran."

Dunkle Wolken am rosaroten Himmel?

Moment mal: "der Held"? Das ist ja der Bergdoktor höchstselbst! Ziehen etwa kurz nach der Hochzeit schon wieder dunkle Wolken am rosaroten Himmel auf? Martins Bruder Hans (Heiko Ruprecht) wiederum überrascht mit seiner guten Laune. Seine Familie weiß nichts von seiner Romanze mit Bankerin Julia Andermatt (Nathalie Schott).

Und dann warten natürlich auch in Staffel 19 wieder herausfordernde medizinische - und private - Probleme seiner Patienten auf Martin. In Folge eins sind das die Meindls. Clara (Kathrin von Steinburg) und Jakob (Tom Radisch) sind gerade mit ihren Kindern Mia (Finja Leonie Meyer) und Noah (Levi Brandl) von Salzburg nach Ellmau gezogen.

In der Ehe der Eltern kriselt es schon lange, der Umzug sollte ein neuer Start werden. Doch schnell ist klar: Jakob wird nach Salzburg zurückgehen. Nicht nur daran haben die Kinder zu knabbern. Beide erkranken plötzlich schwer.

Achtung, ab hier lesen Sie Spoiler zur Auftaktfolge ...

Was für ein Dilemma: Beide Kinder brauchen wegen eines Gendefekts sofort eine Stammzellenspende. Von ihrer Mutter sind aber nur so viele Stammzellen zu bekommen, wie es für eines der Kinder reicht. Martin Gruber übermittelt die schockierende Botschaft: "Das bedeutet, dass sie sich entscheiden müssen, welches ihrer Kinder diese Stammzellenspende erhält und in der weiteren Folge eine Chance aufs Überleben hat." Clara bricht zusammen: "Wie sollen wir das denn entscheiden?!"

Die Eltern können sich nicht entscheiden, die Klinik darf es sicht. Also verkündet der "Bergdoktor" die Lösung: "Wir teilen die Spende doch auf und hoffen, dass es reicht." Ein großes Wagnis, doch es geht vorerst auf. Beide Kinder wachen "stabil" aus der Narkose auf. Nun heißt es zwei Wochen bangen. Die nächsten "Bergdoktor"-Folgen werden das Drama klären.

Um die Zukunft von "Der Bergdoktor" müssen sich die Fans übrigens vorerst keine Sorgen machen. Erst vor Kurzem versicherte Hans Sigl, dass es definitiv zwei weitere Staffeln geben werde. "Ob es das dann war, hängt von der Entwicklung der Geschichte ab", erklärte er der Tiroler Tageszeitung. Die Drehbuchautoren sind also gefordert, denn: "So lange ich mich der Geschichte verbunden fühle, mache ich weiter", wie Sigl der Agentur teleschau einmal verriet.

Quelle: teleschau – der mediendienst