Christian Neureuther über Verhältnis zu Sohn Felix: "Ich kann bei ihm weinen"

1 Min
"Terra Xplore: Die Neureuthers: Was macht einen Papa aus?"
Felix (links) und Christian Neureuther haben ein sehr gutes Vater-Sohn-Verhältnis.
ZDF / Anna Wagner
"Terra Xplore: Die Neureuthers: Was macht einen Papa aus?"
Leon Windscheid (rechts) ging mit Felix (links) und Christian Neureuther auf Bergtour.
ZDF / Anna Wagner

Das Verhältnis zwischen Felix und Christian Neureuther könnte besser kaum sein. Diese Annahme bestätigt sich angesichts einer jüngsten TV-Doku. Nur bei einer Sache blieb Papa Christian in der Jugend von Felix knallhart ...

Skifahren und die Neureuthers, da passt kein Blatt Papier dazwischen. Und doch gab es in Felix Neureuthers Kindheit eine nicht verhandelbare Voraussetzung. "Ich musste das Abitur machen, das war hart", erinnert sich der 42-Jährige in der ZDF-Doku "Terra Xplore: Die Neureuthers: Was macht einen Papa aus?" (streambar beim ZDF). "Ab und zu musst du deine Autorität durchsetzen", erklärt Papa Christian gegenüber Gastgeber Leon Windscheid die Unverhandelbarkeit des Schulabschlusses.

Ganz und gar nicht präsent waren daheim hingegen die großen Erfolge von Christian und dessen Frau Rosi Mittermaier. "Ich wusste als Kind nicht, wie erfolgreich die Eltern waren", beschreibt Felix Neureuther seine "ganz normale Kindheit". Statt zum Skifahren gedrängt zu werden, bekam der spätere mehrfache Weltcup-Sieger als Kind vor allem eines mit: "Familie ist die Nummer eins, alles andere ist nicht wichtig."

Felix Neureuther gibt Vater-Rat: "Vertraue einfach auf deine Intuition!"

An diese Maxime halten sich die Neureuthers bis heute - mit allen Emotionen, die dazugehören. Zwar meint Christian, er habe es gelernt, "Schmerz auszuhalten", gleichermaßen räumt er offen ein: "Ich kann bei Felix weinen." Er sei ein "extrem sensibler" Mensch. Manchmal komme es vor, dass er vor lauter Sorgen "nächtelang" nicht schlafe. Felix hält es da anders - zumindest gegenüber seinen vier Kindern: "Ich versuche schon relativ hart zu sein."

Blickt Felix Neureuther auf seine Kindheit zurück, ist er seinem Vater vor allem für eines dankbar. "Wenn ich als Kind auf einen Baum hochgeklettert bin, hieß es nie: 'Du kannst runterfallen'", erklärt er, dass er nie gebremst, sondern stets ermutigt worden sei, seine Grenzen auszutesten. Das unterschreibt auch Christian: "Du darfst die Kinder nicht einengen, sondern du musst ihnen ermöglichen, weiter nach oben zu kommen." Auch seine 2023 verstorbene Ehefrau Rosi Mittermaier, die "in den Kindern aufgegangen" sei, habe eine tragende Rolle in der Erziehung gespielt: "Die war ein Superstar, das hat ihr nichts bedeutet."

Laut des 76-Jährigen sei ein Vater dann ein guter Vater, "wenn er es schafft, dass die Kinder so eigenständig sind, dass sie ihre eigene Persönlichkeit haben". Auch der "Mut, anzuecken und eine Meinung zu haben", sei wichtig. Auf die Frage Leon Windscheids nach einem Rat für eine mögliche künftige Vaterschaft entgegnet Felix Neureuther: "Vertraue einfach auf deine Intuition." Und Christian fügt an: "Vergiss das Ganze, was du gelernt hast im Studium. Sei einfach normal!"

Quelle: teleschau – der mediendienst