Schnappatmung bei "Bares für Rares": Horst Lichter muss Verkäufer nach Expertise hinausbegleiten

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"Bares für Rares"
Der Verkäufer rechnete trotz kleiner Mängel mit 2.500 bis 3.000 Euro. Die Expertise übertraf seinen Wunsch aber bei Weitem: 25.000 bis 30.000 Euro. Die Reaktion von Stephan folgte prompt - zittern, Schnappatmung und "jetzt erst mal einen Schnaps". "Leck mich am ...", rutschte es dem Verkäufer danach noch raus. Lichter zeigte Verständnis.
ZDF
"Bares für Rares"
In der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" zeigte sich Horst Lichter sichtlich angetan, als er die Expertise unterstützen durfte. Denn Friederike Werner wagte sich nicht allein an die außergewöhnliche KPM-Vase. Am Ende zitterte aber nur der Verkäufer, als der enorme Schätzpreis fiel: "Leck mich am ..."
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"Bares für Rares"
Die Bodenvase begleitete Stephan aus Nürnberg schon seit seiner Jugend. Einst stand sie im Schlafzimmer seines Onkels - ein vertrauter Anblick "auf dem Flokati", erzählte er. Heute wirkte das Erbstück auf ihn eher fremd: "Strange, sehr ausgefallen" und sogar "exotisch". Deshalb solle es verkauft werden.
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"Bares für Rares"
Die Vase beschrieb Werner als "rauschhaft" und "unikatär", da der Mais bei jedem Exemplar unterschiedlich angeordnet wurde - "die Natur überwältigt alles". Wie viele dieser Stücke existierten, konnte sie nicht sagen. Vergleichsobjekte waren ihr aber nicht bekannt, lediglich ein ähnliches Werk mit Schwertlilien im Bröhan-Museum in Berlin.
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"Bares für Rares"
Nachdem Christian Vechtel die Gebote seiner Kollegen auf 4.000 Euro erhöht hatte, fragte der Verkäufer: "Wollen wir die Katze aus dem Sack lassen?" Als dann der tatsächliche Wert aus der Expertise bekannt wurde, rief Elke Velten erstaunt: "Boah." Vechtel blieb aber gelassen: "Sowas habe ich mir schon gedacht - aber nicht ganz so hoch."
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"Bares für Rares"
Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein außergewöhnlicher Servierwagen dem Mailänder Designer Aldo Tura (Entwurf 1950, Ausfertigung bis 1970) zugeschrieben. Sein Erkennungsmerkmal: lackiertes Ziegenleder. Sven Deutschmanek schätzte den Wert auf 600 bis 800 Euro, der Verkäufer wollte 500 Euro. Jan Cizek zahlte 500 Euro.
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"Bares für Rares"
Ohrringe aus 585er Schmuck mit Diamanten im Altschliff datierte Heide Rezepa-Zabel zwischen 1900 bis 1915 - "also spätes Belle Époque". Die Verkäuferin wünschte sich 2.000 bis 3.000 Euro. Doch geschätzt wurden nur 500 bis 600 Euro. Dafür nahm die Verkäuferin die Ohrhänger lieber wieder mit.
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"Bares für Rares"
Eine Tischklingel aus feinem Hause stammte laut Friederike Werner aus der Zeit zwischen 1908 und 1926. Das Döschen mit Guilloche-Emaille ummantelt wurde in Sankt Petersburg (916er Silber) gefertigt. Wunschpreis: 200 Euro. Schätzpreis: 600 bis 800 Euro. Wolfgang Pauritsch erhielt den Zuschlag bei 800 Euro.
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"Bares für Rares"
Sven Deutschmanek benannte die Totenkopf-Spindeluhr aus Silber als "Memento mori" und datierte sie zwischen 1810 und 1830. Gewünscht wurden 1.000 Euro, der Experte schätzte 1.100 bis 1.400 Euro, "denn diese Taschenuhren mit Totenkopf sind bei Sammlern sehr, sehr beliebt". Ferdinand Resul Adanir zahlte 1.050 Euro.
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"Bares für Rares"
Eine Brosche samt Vogelpaar mit Nest aus 750er Gold, Silber und Emaille mit Zuchtperlen datierte Heide Rezepa-Zabel in den 1950er Jahren. Der Wunschpreis lag bei 800 bis 900 Euro. Die Expertin schätzte ebenfalls 800 bis 1.000 Euro und Händlerin Elke Velten zahlte 900 Euro.
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Eigentlich fand der "Bares für Rares"-Verkäufer sein Erbstück "strange und exotisch". Doch als der Schätzpreis fiel, begann er zu zittern ...

In der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" zeigte sich Horst Lichter sichtlich angetan, als er die Expertise unterstützen durfte. Denn Friederike Werner wagte sich nicht allein an die außergewöhnliche KPM-Vase. Am Ende zitterte aber nur der Verkäufer, als der enorme Schätzpreis fiel: "Leck mich am ..."

Die Bodenvase begleitete Stephan aus Nürnberg schon seit seiner Jugend. Einst stand sie im Schlafzimmer seines Onkels - ein vertrauter Anblick "auf dem Flokati", erzählte er. Heute wirkte das Erbstück auf ihn eher fremd: "Strange, sehr ausgefallen" und sogar "exotisch". Deshalb solle es verkauft werden.

Schätzpreis übertrifft Erwartungen um Längen

Lichter war überrascht, als die Expertin erklärte, dass die Vase aus Weichporzellan bestehe. Der Moderator hatte eher mit Keramik gerechnet. Friederike Werner betonte jedoch, dass nur Porzellan diese aufwendigen Glasuren und die pompösen Angarnierungen der Maispflanzen ermögliche - worauf Lichter anerkennend feststellte: "Wirklich sehr pompös."

Entworfen wurde die Vase 1898 von Künstler Albert Klein für die Königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin. Friederike Werner unterstrich noch einmal: "Das ist eine KPM-Vase" - was Lichter weiterhin ungläubig staunen ließ. Für die Expertin warf das außergewöhnliche Objekt vor allem eine Frage auf: "Wo fängt Kunst an, wo hört Natur auf?"

Die Vase beschrieb Werner als "rauschhaft" und "unikatär", da der Mais bei jedem Exemplar unterschiedlich angeordnet wurde - "die Natur überwältigt alles". Wie viele dieser Stücke existierten, konnte sie nicht sagen. Vergleichsobjekte waren ihr aber nicht bekannt, lediglich ein ähnliches Werk mit Schwertlilien im Bröhan-Museum in Berlin.

Der Verkäufer rechnete trotz kleiner Mängel mit 2.500 bis 3.000 Euro. Die Expertise übertraf seinen Wunsch aber bei Weitem: 25.000 bis 30.000 Euro. Die Reaktion von Stephan folgte prompt - zittern, Schnappatmung und "jetzt erst mal einen Schnaps". "Leck mich am ...", rutschte es dem Verkäufer danach noch raus. Lichter zeigte Verständnis.

"Werden wir fünfstellig?"

Nachdem Lichter den überraschten Verkäufer für frische Luft kurz vor die Tür begleitet hatte, betrat er schließlich den Händlerraum. Christian Vechtel und Ferdinand Resul Adanir hätten nie vermutet, dass die Vase von KPM stammt, fanden das Stück aber "geil". Trotzdem starteten die Gebote angesichts des hohen Schätzpreises zunächst niedrig.

Nachdem Christian Vechtel die Gebote seiner Kollegen auf 4.000 Euro erhöht hatte, fragte der Verkäufer: "Wollen wir die Katze aus dem Sack lassen?" Als dann der tatsächliche Wert aus der Expertise bekannt wurde, rief Elke Velten erstaunt: "Boah." Vechtel blieb aber gelassen: "Sowas habe ich mir schon gedacht - aber nicht ganz so hoch."

"Was haben Sie sich denn vorgestellt?", fragte Ferdinand Resul Adanir und Verkäufer Stephan erwiderte hoffnungsvoll: "Werden wir fünfstellig?" Vechtel erhöhte schon mal auf 7.500 Euro. Und jetzt mischte auch Elke Velten mit, denn "die Vase ist ein Traum. Ich würde 10.000 Euro geben".

"Das ist stark", lobte Wolfgang Pauritsch Veltens fünfstelliges Gebot. Doch Vechtel blieb hartnäckig und bot schließlich 12.200 Euro - der Zuschlag gehörte ihm und wurde von Applaus für seinen Mut im Händlerraum begleitet. Velten gestand: "Ich spekuliere nicht so gerne" - denn für so eine ausgefallene Vase muss man erst mal einen Käufer finden.

"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung

Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein außergewöhnlicher Servierwagen dem Mailänder Designer Aldo Tura (Entwurf 1950, Ausfertigung bis 1970) zugeschrieben. Sein Erkennungsmerkmal: lackiertes Ziegenleder. Sven Deutschmanek schätzte den Wert auf 600 bis 800 Euro, der Verkäufer wollte 500 Euro. Jan Cizek zahlte 500 Euro.

Ohrringe aus 585er Schmuck mit Diamanten im Altschliff datierte Heide Rezepa-Zabel zwischen 1900 bis 1915 - "also spätes Belle Époque". Die Verkäuferin wünschte sich 2.000 bis 3.000 Euro. Doch geschätzt wurden nur 500 bis 600 Euro. Dafür nahm die Verkäuferin die Ohrhänger lieber wieder mit.

Eine Tischklingel aus feinem Hause stammte laut Friederike Werner aus der Zeit zwischen 1908 und 1926. Das Döschen mit Guilloche-Emaille ummantelt wurde in Sankt Petersburg (916er Silber) gefertigt. Wunschpreis: 200 Euro. Schätzpreis: 600 bis 800 Euro. Wolfgang Pauritsch erhielt den Zuschlag bei 800 Euro.

Sven Deutschmanek benannte die Totenkopf-Spindeluhr aus Silber als "Memento mori" und datierte sie zwischen 1810 und 1830. Gewünscht wurden 1.000 Euro, der Experte schätzte 1.100 bis 1.400 Euro, "denn diese Taschenuhren mit Totenkopf sind bei Sammlern sehr, sehr beliebt". Ferdinand Resul Adanir zahlte 1.050 Euro.

Eine Brosche samt Vogelpaar mit Nest aus 750er Gold, Silber und Emaille mit Zuchtperlen datierte Heide Rezepa-Zabel in den 1950er Jahren. Der Wunschpreis lag bei 800 bis 900 Euro. Die Expertin schätzte ebenfalls 800 bis 1.000 Euro und Händlerin Elke Velten zahlte 900 Euro.

Quelle: teleschau – der mediendienst