Beim Finale der Lüneburg-Woche könnte die Stimmung nicht besser sein. Alle Gäste sind bereit, um den letzten Abend von "Das perfekte Dinner" (VOX) gemütlich mit Alkohol ausklingen zu lassen. Und dann packt Alina eine Geschichte aus, die die anderen nicht fassen können ...
"Das perfekte Dinner"-Gastgeberin Lilia (46) wohnt sehr ländlich in Rohstorf. "Das ist hier Natur pur", durchschreitet sie ihren riesigen Garten. Dort leben 13 Hühner, "manchmal werden sie aber auch geschlachtet". Die lebenden Gartenbewohner erinnern sie immer an früher, denn als Teenager kam sie aus Kasachstan nach Deutschland. Auf dem Herd köchelt schon die Hühnerbrühe "mit den Hühnern aus dem Garten". Geschlachtet wurden die jedoch von ihren Eltern, "weil ich bringe es nicht übers Herz".
Beim "perfekten Dinner" will die Dekorateurin alles perfekt machen. Allerdings hat sie gerade viel anderes zu organisieren, denn ihre älteste Tochter heiratet am Montag. "Ich habe gerade einen total leeren Kopf", geht Lilia die Menü-Vorbereitungen ohne großen Plan an. Es gibt:
- Vorspeise: Getrüffeltes Parmesan-Süppchen mit edlem Schuss aus gekelterten Trauben
- Hauptspeise: Feines Waldfilet auf Bohnenpüree an gebutterten Wirsingstreifen und Mandel-Wein-Komposition
- Nachspeise: Karibische Maronen-Mousse auf einem Waldfrucht-Spiegel
"Es wird wirklich extravagant bei ihr", lässt Radost (29) die Speisekarte auf sich wirken. Ihre Fleisch-Aversion hat sich die vergangenen Tage einigermaßen gelegt: "Es ist egal. Alles, was kommt, werde ich essen. Wildschwein wäre auf jeden Fall eine große Herausforderung."
Heute wird richtig getrunken
Für den Winter-Gin flambiert Lilia Orangen. Die sollen dem Aperitif eine besondere Note verleihen. Lilias Mann hat Eugenio (38) abgeholt. "Dann kannst du heute richtig mit uns trinken", freut sich Radost auf einen feuchtfröhlichen Abend. Alina (27) kommt mit dem Auto, "aber ich lasse mein Auto hier stehen". Da die Klingel kaputt ist, müssen die Gäste ganz laut "Ding Dong!" rufen - und prompt kommt Lilia geeilt. Radost spürt ihre Nervosität: "So habe ich sie ja noch an keinem Tag erlebt."
"Teils-teils ist sie selbst erfunden, die Suppe", probiert Lilia gerne Neues aus. Doch ausgerechnet heute streikt der Pürierstab. "Dass mich dieser Stab heute verlässt, ist natürlich so gar nicht geplant", hadert Lilia mit dem Suppenergebnis. "Ich bin mit dem Geschmack tatsächlich immer noch nicht zufrieden." Was fehlt? Mehr Zwiebeln? Mehr Wein? Egal, "ist jetzt nicht zu ändern". Alina stimmt jedoch zu: "Für mich hätte noch bisschen Würze gefehlt, bisschen Salz. Irgendwie bisschen Pfiff noch."
100 Kilometer in 24 Stunden
Während Lilia in der Küche Wildschweinfilet mit Mandel-Soße zubereitet, erzählt Alina von ihrem 100-Kilometer-Marsch um Hamburg herum. Robert (44) schaut sie entsetzt an: "Warum?!" Die Antwort: "Ich habe gewettet." Aber: "Das war der absolute Albtraum." Denn aus dem gemütlichen Spaziergang mit Handy und Zigarettchen, den sich Alina vorgestellt hatte, wurde das schlimmste Erlebnis ihres Lebens.