Ein Abend mit ABBA

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ABBA Silver, ABBA Gold
50 Jahre nach dem großen ESC-Triumph und 25 Jahre nach dem Erfolgsmusical "Mamma Mia!" zeigte ARTE im Jahr 2024 eine neue Dokumentation über ABBA, die beide Jubiläen in den Fokus rückt. Jetzt landet "ABBA Silver, ABBA Gold" noch einmal im Programm.
ARTE/Wolfgang Heilemann
ABBA Silver, ABBA Gold
Benny, Anni-Frid, Agnetha und Björn: ABBA waren "nur" knapp zehn Jahe als Band aktiv, die Musik, die sie aschufen, begeistert noch immer Millionen von Fans.
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ABBA Silver, ABBA Gold
"ABBA Silver, ABB A Gold" beleuchtet in 52 Minuten die schillernde Karriere von ABBA.
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ABBA in Concert
Im Anschluss an die Jubiläums-Dokumentation zeigt ARTE den Film "ABBA in Concert" aus dem Jahr 1979 in HD-restaurierter Fassung.
Kenneth Thorén/SVT/ARTE

ABBA heute, ABBA damals: Der Kultursender ARTE widmet dem schwedischen Pop-Phänomen einen kleinen Programmschwerpunkt mit zwei ganz unterschiedlichen Dokumentationen. Eine entstand 2023, die andere 1979.

Agnetha, Björn, Benny, Anni-Frid. ABBA. Vielleicht das größte Phänomen der Popmusik. Acht Jahre im Rampenlicht als Superstars aktiv (1974 bis 1982), dann zwar nicht aufgelöst, aber zehn Jahre verschwunden. Bis über Australien und die LGTBQ-Gemeinde (die damals noch längst nicht so hieß) ein einzigartiges Comeback eingeläutet wurde. Dessen erster von unglaublich vielen Höhepunkten war 1999 die Premiere des Musicals "Mamma Mia!" - auf den Tag genau 25 Jahre nach dem Triumph mit "Waterloo" 1974 in Brighton. Deshalb spielt das Musical in Chris Hunts Doku auch eine Hauptrolle. ARTE zeigte "ABBA Silver, ABBA Gold" erstmals 2024, um die beiden Jubiläen zu feiern. Sehenswert ist die Produktion aber auch ohne aktuellen Anlass zum Korkenknallen, und so landet der Film jetzt erneut im Programm des Kultursenders - zusammen mit einem Auftritt der Schweden im Jahr 1979.

52 Minuten für über 50 Karrierejahre. Chris Hunt erzählt in seiner zweiten ABBA-Doku nach "The Winner Takes It All" von 1999 einmal mehr, wie bei ABBA alles begann, wie es endete und neu startete. Hunt kennt nicht nur die ABBA-Mitglieder, er ist auch ansonsten gut vernetzt, weshalb er auch Leute wie Schauspieler Andy García, ESC-Gewinnerin Lulu, Moderator Paul Gambaccini, Choreografin Arlene Phillips, Modedesigner Owe Sandström, Regisseur Lasse Hallström und Toningenieur Michael Tretow zu Wort kommen lässt, allesamt Bestbekannte aus dem ABBA-Kosmos.

Das besondere Schmankerl ist Cher. Die Superdiva ("Believe") wurde spät (dank des Films "Muriel's Wedding", in dem reichlich ABBA-Songs abgefeiert wurden) zum Super-Fan. Cher wollte schon in der Verfilmung des Musicals (2008) mitspielen, aus Vertragsgründen klappte es erst im zweiten Teil (2018). Chers Ausführungen zu ABBA sind definitiv ein Highlight der Doku "ABBA Silver, ABBA Gold", die bei den "New York Film and TV Awards" mit Gold für die "Best Music Documentary" ausgezeichnet wurde.

ABBA damals, ABBA heute

Hunt betont all die Dinge, die er in seiner ersten Doku 1999 nicht beleuchten konnte. Vor allem die Entstehung von "Mamma Mia!" und wie diese Revival-Produktion sich zu einem der erfolgreichsten Musicals der Welt entwickelte. Die Bühnenshows und beiden hochkarätig besetzten Kinofilme (unter anderem mit Meryl Streep und Pierce Brosnan) brachten ABBA über vier Milliarden Dollar ein - deutlich mehr, als die vier zu "aktiven" Zeiten als Pop-Act einspielten.

Ein anderer Schwerpunkt ist das Comeback 2021 und vor allem die spektakuläre Avatar-Show "ABBA Voyage" nach dem gleichnamigen Comeback-Album. Das komplizierte und bahnbrechende Digitalspektakel feiert denn auch das, was am wichtigsten ist: die Musik von ABBA. Auch in der Doku gibt es natürlich Ausschnitte der schönsten und bekanntesten Songs. So kommt es zu einem kurzen Wiederhören mit "SOS", "Mamma Mia!", "Fernando", "Dancing Queen", "Gimme! Gimme! Gimme", "Knowing Me, Knowing You", "The Winner Takes It All" und "Thank You For The Music". Natürlich, denn ohne ABBA-Musik wäre alles nichts.

Im Anschluss an die Doku von 2023 bleibt ARTE weiterhin beim Thema ABBA, allerdings in einem völlig anderen historischen Kontext. Während "ABBA Silver, ABBA Gold" aus der Jetztzeit auf die große Karriere der Schweden zurückblickt, fängt "ABBA in Concert" das schwedische Pop-Phänomen im Jahr 1979 ein, also auf dem Höhepunkt der Band. Im besagten Jahr 1979 spielten Agnetha, Björn, Benny, Anni-Frid eine große Tour, zu der auch ein Konzert in der legendären Londoner Wembley-Arena gehörte. ARTE wiederholt die eindrucksvolle Livekonzert-Dokumentation von Regisseur Urban Larsson, zu der auch ein paar spannende Backstage-Impressionen gehören, ab 22.55 Uhr in HD-restaurierter Fassung.

ABBA Silver, ABBA Gold - Mi. 15.07. - ARTE: 22.00 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst