Für Patricia Kelly stehen Dankbarkeit und ihr Glaube an Gott an oberster Stelle. Beides habe ihr immer wieder "das Leben gerettet", wie die Sängerin nun im Podcast "Glow Up Your Life" offenbarte.
Patricia Kelly musste in ihrem Leben mehrere Schicksalsschläge verkraften - darunter den frühen Tod ihrer Mutter, ihre eigene Krebserkrankung sowie den Tod ihrer Schwester. Im Podcast "Glow Up Your Life" mit Katja Burkard erzählt die frühere Sängerin der Kelly Family nun von Momenten, in denen es für sie "wirklich sehr dunkel war, sehr schwarz". Dabei sagt die 56-Jährige auch: "Es gab nach den 90er-Jahren sogar eine Phase, in der ich nicht mehr leben wollte."
Heute sei dieser Gedanke für sie "unvorstellbar", betont die zweifache Mutter. Zugleich mache sie klar, dass jeder Mensch an seine Grenzen kommen könne - auch sie selbst. Wenn ein Mensch zu viel ertragen und tragen müsse, könne er daran zerbrechen. Man könne eben nicht immer "powerful" sein, sagt Kelly. "Nein, wir sind zarte Wesen."
Inzwischen habe sie diese schwierigen Phasen hinter sich gelassen. Gerade in ihren "dunkelsten Momenten" habe ihr vor allem eines geholfen: der bewusste Blick auf das Gute. "Wirklich Kraft gespendet" habe ihr "die Dankbarkeit, zu sagen, ich lenke meine Gedanken dahin, wo ich Gutes in meinem Leben finde".
"Ich bin dankbar für das, was ich habe"
Auch ihr Glaube habe für sie eine wichtige Rolle gespielt. Wie die gläubige Katholikin offenbart, sei ihr außerdem "eine höhere Macht" zur Seite gestanden. "Ob das jetzt ein Gott oder etwas anderes ist - diese höhere Macht um Kraft zu bitten, hat mir das Leben gerettet tatsächlich sehr oft."
Dass Dankbarkeit heute "totale Mode geworden" sei, betrachtet Kelly mit Staunen. Sie selbst habe diese Haltung schon viel früher gelebt: "Das habe ich wirklich vor 35, 40 Jahren schon praktiziert." Diese innere Einstellung habe ihr nach eigenen Worten in vielen Situationen "unglaublich geholfen". Ihr Ansatz: Wer sich nur mit Problemen beschäftige, komme nicht voran. Wer den Blick auf das richte, was schon da sei, könne anders damit umgehen. "Weil wenn da was Schwieriges auf einen zugekommen ist - du kannst dich natürlich mit der Schwierigkeit beschäftigen, dann drehst du dich im Kreis. Oder du kannst sagen: Ich bin dankbar für das, was ich habe."
Menschen, denen solch eine positive Haltung schwerfällt, macht die Musikerin Mut. "Man kann alles erlernen", sagt sie. Zum Vergleich erklärt sie: "Wenn du zum Beispiel jeden Tag laufen gehst - dann wirst du irgendwann mal mit links laufen. Aber wenn du nie laufen gehst, und du fängst an, denkst du: Das ist schwierig." Für Kelly steht fest: "Nicht nur unsere Muskeln sind so gebaut. Sondern auch unsere Seele, unser Herz."
(Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.)